| Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschaft der |
Christoph Andreas Leicht Präsident der IHK Schleswig-Holstein | |
| Geschäftsführer der |
Uwe Möser Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein | |
| Geschäftsführer der |
Konsul Klaus-Hinrich Vater Vizepräsident der IHK Schleswig-Holstein | |
IHK-WEBLOG
Der 2030-Ticker
Schleswig-Holstein 2030. Was braucht das nördlichste Bundesland für eine erfolgreiche Zukunft? Wie sehen die besten Lösungen zum Wohle unseres Landes aus? Die IHK Schleswig-Holstein vertritt die Interessen von 170.000 Unternehmen von Niebüll bis Lauenburg. Auf verschiedenen Ebenen, in Workshops, Umfragen und mit wissenschaftlicher Begleitung, entwickelt die Selbstverwaltung der Wirtschaft in diesem Jahr eine Strategie "Schleswig-Holstein 2030".
An dieser Stelle bloggen die drei Präsidenten Uwe Möser (IHK Flensburg), Klaus-Hinrich Vater (IHK zu Kiel) und Christoph Andreas Leicht (IHK zu Lübeck) über den Prozess der Strategieentwicklung. Die ehrenamtlichen Spitzen schildern ihre Eindrücke aus den Gesprächen mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Lesen Sie die Beiträge und schildern Sie uns Ihre Meinung! Welche Themen bewegen Sie? Wohin steuert unser Land? Was braucht es für eine erfolgreiche Zukunft? Diskutieren Sie mit und schicken Sie uns Ihre Ideen zur Zukunft "Schleswig-Holstein 2030"!
| +++ Bettensteuer +++ Eine zukunftsfähige Tourismusbranche, wie wir sie in Schleswig-Holstein 2030 beschreiben, darf aber nicht durch eine Bettensteuer belastet werden. Allein der Mehraufwand für Unternehmen und Verwaltung wäre enorm und würde sich wettbewerbsnachteilig auswirken. So müssten Gastgeber nachhaken und dokumentieren, wer als zahlungspflichtiger Tourist übernachtet und wer als Geschäftsreisender von der Abgabe befreit ist. Darüber hinaus schwächen höhere Übernachtungskosten immer das Image von Reisezielen bei den Gästen. Die IHK erteilt den Plänen der Stadt Flensburg deshalb bereits vorab eine klare Absage.
21. Februar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Innenstädte und Stadtentwicklung +++ Für viele ist der Einkauf – nicht nur von Weihnachtsgeschenken – mit einem Besuch naheliegender Innenstädte verbunden. Aber die Attraktivität mancher Innenstädte hat schon bessere Zeiten gesehen. Flensburg, Elmshorn, Norderstedt und Pinneberg zeigen allerdings, dass das nicht sein muss! Hilfestellung bieten dabei privat-öffentliche Partnerschaften zur Attraktivitätssteigerung von Stadt- und Ortszentren, sogenannte PACTs. Und dieses Instrument kommt seit fünf Jahren in Schleswig-Holstein zum Einsatz, und es hat noch Potenzial, weil es nicht nur gut ist für Einzelhandel und Tourismus, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten kann. Hinzu kommt: PACT-Prozesse scheinen angesichts der weiter sinkenden Mittel der öffentlichen Haushalte gerade für die Zentren von Klein- und Mittelstädten interessant und sind damit ein Modell für die Zukunft.
13. Februar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Nachhaltige und verlässliche Unternehmensfinanzierung +++ Europäische Bankenaufsicht, Basel III, … Finanzierungsthemen bewegen nicht nur Finanzmarktjongleure, sondern gerade auch die mittelständische Wirtschaft. Verschärfte Anforderungen der Finanzmarktregulierung geben Banken und Sparkassen an ihre Kunden weiter - und damit auch an die mittelständische Wirtschaft. Die stabile bankenbasierte Unternehmensfinanzierung war bisher ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Unternehmen im In- und Auslandsgeschäft. Sie wird es auch weiterhin sein. Aber zu geänderten Bedingungen. Daher kann sich die Suche nach Alternativen und Ergänzungen zum klassischen Bankkredit lohnen. Tipps für eine nachhaltige, verlässliche Sicherung der unternehmerischen Gesamtfinanzierung gibt es auf einer von der IHK Schleswig-Holstein und dem Business Angel Hanse Netzwerk (B.A.H.N.) organisierten Veranstaltung am 23. Februar 2012 .
10. Februar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Spitzenplätze werden nicht reserviert +++ Mit dem Schiff nach Oslo, Göteborg oder Klaipeda, per Straße entlang der Jütlandroute nach Dänemark oder mit der Fähre über den Fehmarnbelt: Die (Transport-) Verbindungen zwischen Schleswig-Holstein und den Staaten rund um die Ostsee sind vielfältig und in den vergangenen dreißig Jahren von stetem Wandel geprägt. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, die Rahmenbedingungen für ein gedeihliches Miteinander, für einen gesunden Wettbewerb der Ideen und für erfolgreiches Wirtschaften im Ostseeraum immer wieder neu zu justieren, um im intensiv geführten Wettkampf der Regionen vorne dabei zu sein. Spitzenplätze werden nicht reserviert, sondern sind das Ergebnis nachhaltiger und überdurchschnittlicher Anstrengung bei klarer Zielansprache. Ich freue mich auf lebhafte Diskussion auch hierzu während des Baltic Media Forums 2012!
6. Februar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Ausbildungsqualität garantiert Servicequalität +++ Die Tourismusbranche ist seit jeher von außerordentlich harten Wettbewerbsbedingungen geprägt. Ob ein Restaurant oder ein Hotel letztlich erfolgreich ist, wird maßgeblich von der Qualität des Servicepersonals beeinflusst. Um den Gästen einen hochwertigen Service jetzt und in Zukunft anbieten zu können, müssen die Betriebe in die Qualität der Ausbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Die IHK Schleswig-Holstein und der DEHOGA Schleswig-Holstein haben zur nachhaltigen Verbesserung der Ausbildungsqualität die " Qualitätsinitiative für gastgewerbliche Ausbildung " gestartet. Zugleich wollen sie damit mehr junge Menschen für eine Ausbildung zum Koch, zum Hotel- oder zum Restaurantfachangestellten gewinnen. Mit ihrem freiwilligen Beitritt verpflichten sich Betriebe, gemeinsam definierte Ausbildungsstandards einzuhalten. Dazu gehören Offenheit und Fairness in der Kommunikation, eine kontinuierliche Ausbilderqualifizierung oder regelmäßige Gespräche mit den Azubis. Denn: Wer sich langfristig am hart umkämpften Markt behaupten will, hat keine Alternative zum frühzeitigen Anwerben und Ausbilden sowie zur Bindung geeigneter Fachkräfte an den Betrieb.
3. Februar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Sinnvolle Verkehrserschließung für die Zukunftsfähigkeit des Landes +++ Die B 404 – in Teilen ja schon die A 21 – ist eine der zentralen Erschließungsachsen des Landes: Sie bindet alle südöstlichen und östlich gelegenen Landkreise an die Landeshauptstadt an – und verbindet dazu auch noch die schleswig-holsteinische Ostseeküste mit Mecklenburg-Vorpommern und Polen. Deshalb gehört der Ausbau der B 404 zu einer durchgängigen A 21 zu den wichtigen Infrastrukturprojekten in Schleswig-Holstein! Der heutige Spatenstich für das Teilstück Stolpe-Nettelsee ist daher trotz aller Querelen und Diskussionen ein wichtiges, ein zukunftsweisendes Zeichen.
2. Februar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Schleswig-Holstein und Hamburg +++ Zusammenarbeit kann fachlich sein, personell, organisatorisch und auch über Ländergrenzen hinweg. Sehe ich mir Schleswig-Holstein an, darf eines nicht fehlen: Die Kooperation mit Hamburg. Für die Handelskammer Hamburg und die IHK Schleswig-Holstein verbindende Themen mit weitreichender Perspektive: Fahrrinnenanpassung der Unterelbe, Nord-Ostsee-Kanal und das Trilaterale Maritime Cluster, um nur bei den maritimen Themen zu bleiben. Der regelmäßige Austausch mit meinen Amtskollegen in Hamburg ist dafür ein wichtiger Baustein. Zusammenarbeit – ein Schlüsselwort für uns heute und zweifelsohne auch für unser Land in der Zukunft.
1. Februar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Neues Werteverständnis +++ Anlässlich unseres Neujahrsempfangs war es mir wichtig, einen Eckpfeiler der HanseBelt Strategie der IHK zu Lübeck, die sich aus der Strategie Schleswig-Holstein 2030 ableitet, vorzustellen: Eine Gesellschaft, die in ihrer regionalen Identität deutsche und skandinavische Werte zusammenführt, kann das Rückgrat unserer Zukunft bilden. Ein neues Werteverständnis, das Arbeit und Familie vereint, das auf Nachhaltigkeit auf allen Ebenen setzt und das eine neue Gemeinsamkeit über Grenzen schafft. Eine neue Wissensregion Europas, mit neuen Exzellenzen, die auf unsere geborenen, gemeinsamen Zukunftsbranchen setzen. Das ist das, was uns nachhaltiges Wachstum sichert, was unser Land Schleswig-Holstein zu einem Zukunftsland macht - mit dem besten Arbeits- und Lebensumfeld für die Fachkräfte von morgen. Unser Reichtum an Talenten wird über unseren materiellen Wohlstand, und – viel wichtiger – über die Stabilität und das Wohlergehen unserer Gesellschaft insgesamt bestimmen. Das erfordert einen Mentalitätswandel mit neuen Chancen für eine Bürgergesellschaft, einen Wandel in der Ökonomie: von Quantität zu Qualität, eine zukunftsgerichtete Vernetzung von urbanen und ländlichen Räumen, eine Internationalisierung von Wissenschaft und Hochschulen insbesondere im Ostseeraum mit einer vorhergehenden Vernetzung der norddeutschen Bundesländer, um die kritische Masse zu erreichen. Dies werden wir durch konkrete Handlungsempfehlungen in unserer Strategie 2030 für unsere HanseBelt Region hinterlegen und in enger Abstimmung mit der Strategie für das ganze Land der drei Kammern in ein paar Wochen veröffentlichen.
20. Januar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ "Schleswig-Holstein 2030" auch Thema auf dem Jahresempfang der IHK zu Kiel +++ Unmittelbar nach den Wahlen werden wir unser Strategiepapier 2030 vorlegen – ein Gemeinschaftswerk der drei IHK-Vollversammlungen im Lande und ein weiterer Beitrag der IHKs zur Politikberatung. Besonders ans Herz legen wollen wir die Überlegungen für ein wirtschaftlich erfolgreiches Land zwischen den Meeren natürlich den künftigen Koalitionären. Wir verbinden damit den frommen Wunsch, dass möglichst viele Positionen der Unternehmerschaft in den Koalitionsvertrag einfließen mögen!
16. Januar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Verlässlichkeit erforderlich +++ Schleswig-Holstein ist gut ins neue Jahr gestartet, unsere Wirtschaft hat die Ausschläge auf den Weltmärkten bisher gut verkraftet. Damit das so bleibt, müssen wir in diesem Jahr wichtige Weichen stellen. 1. Die Landtagswahl am 6. Mai 2012: Zum dritten Mal innerhalb von rund sieben Jahren sind die Wähler an die Urnen gerufen. Die Politik kann Vertrauen nur durch Verlässlichkeit schaffen, daher hoffen wir, dass die nächste Landesregierung eine komplette Legislaturperiode regieren kann. 2. Die Veröffentlichung unseres IHK-Strategiepapiers 2030: Kurz nach der Landtagswahl werden wir akute Handlungsfelder benennen und gemäß unserem Selbstverständnis konkrete Vorschläge zur Realisierung machen. Diese perspektivisch zur Gestaltung der Zukunft ausgerichteten Ansätze sind das Ergebnis der intensiven Einbindung der IHK-Mitgliedsunternehmen in den Prozess.
10. Januar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Infrastrukturplanung vernetzen +++ Mit dem Projekt Schleswig-Holstein 2030 entwickeln die drei IHKs in Flensburg, Kiel und Lübeck ein Strategiepapier für unser Land, um es nachhaltig als dynamische Wirtschaftsregion im Herzen Europas und an der Schnittstelle zu unseren skandinavischen Partnern zu positionieren. Vor allem auch Infrastrukturprojekte sichern Prosperität, besonders hier bei uns im Norden. Deshalb sind wir so gespannt auf die Ergebnisse der deutsch-dänischen Verkehrskommission, die in dieser Woche in Padborg zusammenkommt. Dann gilt es, die dänische Idee, die Jütlandroute durch eine Heerweg-Autobahn auszubauen, mit der deutschen Seite zu koordinieren. Auch die EU sieht Mittel für die Co-Finanzierung von Infrastrukturprojekten vor, die den Korridor Hamburg-Århus stärken können. Wir fordern daher die Politiker in Kopenhagen, Kiel und Berlin dazu auf, sich um diese TEN-T Gelder zu bewerben, die nur darauf warten, abgerufen zu werden!
9. Januar 2012 | Beitrag kommentieren |
| +++ Ein spannendes Jahr +++ Die nächsten Monate werden spannend, nicht nur auf europäischer Ebene – was wird aus der Staatsverschuldungskrise? – sondern auch hier bei uns in Schleswig-Holstein: Allen voran die Landtagswahl im Mai. Beides ist, jedes Thema auf seine Weise, wichtig für die Zukunft und ganz besonders für die Entwicklung der mittelständisch geprägten Wirtschaft in unserem Lande. Mit dem Projekt "Schleswig-Holstein 2030" blicken auch die IHKs nach vorn. Und nach dem Meilenstein der ersten gemeinsamen Tagung aller drei IHK-Vollversammlungen im Frühsommer 2011 steht nun der nächste Meilenstein an: Ein vom Ehrenamt erarbeitetes Strategiepapier für Schleswig-Holstein. Ich freue mich auf das kommende Jahr und wünsche Ihnen und uns Tatkraft, Kreativität und immer auch das nötige Maß an Geduld, um Ziele zu erreichen.
30. Dezember 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Weihnachten mal mit, mal ohne Schnee +++ Im Norden Deutschlands sind wir die bange Frage ja schon gewohnt: Wird zu Weihnachten Schnee liegen? Für die einen, vor allem die Autofahrer, sind Schnee und Eis lästige Winterbegleiter, für die anderen, vor allem die Kinder, ein unbeschwertes Vergnügen. Ob weiße Pracht oder Weihnachten in grün: Ihnen und Ihren Familien wünsche ich frohe Festtage, einen guten Start in das neue Jahr – und uns allen viele tragende Ideen, um die Zukunft unseres Bundeslandes zu gestalten!
22. Dezember 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Schleswig-Holsteins Stärken weiter stärken +++ Politikberatung und Interessenvertretung der regionalen Wirtschaft sind zentrale Aufgaben der Industrie- und Handelskammer. Wir freuen uns, dass die Politik sowohl bei strategischen Überlegungen als auch bei deren operativen Umsetzungen die Nähe zu den drei Industrie- und Handelskammern in Schleswig-Holstein sucht, um gemeinsam mit uns Antworten auf die Zukunftsfragen zu finden. Dieser Dialog ist gerade jetzt wichtig, denn wir müssen Konzepte und Strategien entwickeln, mit denen wir den drängenden Herausforderungen globaler Wettbewerb und Fachkräftebedarf begegnen und dabei die hervorragenden wirtschaftsgeografischen Potenziale des Landes heben. Unsere gemeinsame Klausur in einer vertrauensvollen und zugleich vertraulichen Atmosphäre war ein großer Erfolg. Zwischen Politik und Wirtschaft besteht Einigkeit, dass wir Schleswig-Holsteins Stärken weiter stärken und die Einzigartigkeit unseres Landes herausstellen müssen. Unser Land verliert nicht zuletzt durch die feste Fehmarnbelt-Querung seine Randlage und muss sein eigenes Profil zwischen den Metropolen Hamburg und Öresund schärfen. Dafür haben wir die besten Voraussetzungen. Fakt ist, dass die Zentren des Landes, allen voran die Städte Kiel, Flensburg und Lübeck eine besondere Verantwortung für das ganze Land haben. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels wird diese Verantwortung noch weiter wachsen. Die Wirtschaft wird sich dieser Verantwortung stellen. Auch das Land will dies tun. Das wurde in unserem gemeinsamen Gespräch heute mit dem Ministerpräsidenten und seinem Kabinett deutlich. Auch das zahlt ein auf das Ziel einer gemeinsamen erfolgreichen Zukunft ganz im Sinne unserer Strategie Schleswig-Holstein 2030.
13. Dezember 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Schlüsselbranche Windkraft +++ Ob ein Land zukunftsfähig ist oder nicht, darüber entscheidet auch die Frage, ob es in der Lage ist, Schlüsselbranchen und Technologien von morgen die notwendigen Rahmenbedingungen zu bieten. Die Windenergie ist eine solche Branche, und sie findet in Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Meeren, beste Voraussetzungen. Offshore und Onshore wachsen die Märkte, nicht nur hier bei uns, sondern weltweit. Als Entwicklungsstandort ist unser Land führend, im Betreiben von Windkraftanlagen sind wir erfahren. Deshalb trifft sich die Branche aus gutem Grund alle zwei Jahre ausgerechnet im ansonsten eher beschaulichen Husum zur internationalen Leitmesse WindEnergy. Mehr als 36.000 Messebesucher aus rund 90 Ländern und etwa 1.200 ausstellende Unternehmen sprechen für sich. Die besondere Atmosphäre und die Möglichkeit, unterschiedlichste Anlagen in unmittelbarer Nähe besichtigen zu können, werden als einzigartiger Standortvorteil erlebt. Deshalb ist Schleswig-Holstein in dieser Schlüsseltechnologie bestens aufgestellt - sowohl was die strukturellen Rahmenbedingungen anbelangt als auch die natürlichen. Denn im Norden weht uns der Wind buchstäblich um die Nase. Auch Gegenwind sind wir gewohnt, gelegentlich sogar aus Süden. Entscheidend ist aber, dass wir am Ende trotz Gegenwind die Nase vorn haben werden auf dem Weg in eine nachhaltig gesicherte Zukunft.
12. Dezember 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Wie viele Fachkräfte gesucht werden +++ Wie viele Facharbeiter brauchen wir wirklich? Wo ist der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften am größten? Für die Hansebelt-Region haben wir nun Antworten bekommen. Wir wissen jetzt, wo die Lücken geschlossen werden müssen. Für den dritten Kongress der Initiative Fachkräfte für den Hansebelt hat die Prognos AG in unserem Auftrag den Fachkräftebedarf 2030 ermittelt. Es sind über 21.000 Fach- und Führungskräfte, die vor allem in den Branchen Gesundheitswesen, Logistik und Tourismus fehlen werden. Eine Größe, die annähernd den Einwohnerzahlen von Eutin, Kaltenkirchen oder Bad Oldesloe entspricht. Sinngemäß: Allein im Süden und Osten des Landes wird eine ganz Stadt an Fachkräften fehlen. Mit diesen Zahlen und der genauen Zuordnung auf einzelne Branchen werden wir nun die passgenauen Angebote im Rahmen unserer HanseBelt-Strategie, der Teil-Strategie von Schleswig-Holstein 2030, konzipieren. Die Lagegunst des Kammerbezirks Lübeck zwischen den Metropolen Hamburg und Öresund stellt eine ganz besondere Herausforderung dar. Jetzt wissen wir, wo wir ansetzen müssen. Jetzt können wir belastbare Aussagen im Rahmen unserer Zukunftsstrategie machen, um das zu erreichen, worauf es ankommt: Kluge Köpfe gewinnen und halten.
9. Dezember 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Lebensadern Elbe und Nord-Ostsee-Kanal +++ Fahrrinnenanpassung der Elbe und des Zubringers Nord-Ostsee-Kanal – beide Maßnahmen sind unverzichtbar für die maritime Leistungskraft Norddeutschlands. Jedoch: Die Maritime Wirtschaft ist keine Exklusivangelegenheit der Küste, sondern bundesweit mit vielen Branchen eng verflochten. Unsere Seehäfen verbinden als "Tore zur Welt" unsere Unternehmen mit den Weltmärkten und sichern den Produktions- und Handelsstandort Deutschland. Weil dies so ist, messen wir der Maritimen Wirtschaft auch in unserem Projekt "Schleswig-Holstein 2030" einen hohen Stellenwert zu. Mit der Entscheidung für die wirtschaftliche Zukunft der Elbe bleibt die Rolle des Hamburger Hafens für die Region immens. So, wie die Elbe jetzt endlich angepasst wird, gilt dies auch für den Nord-Ostsee-Kanal: Nicht nur die Schleusen müssen neu gebaut und modernisiert werden, sondern auch die Fahrrinne und Brückenbauten gehören der Entwicklung angepasst.
7. Dezember 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Zukunft mit Unternehmensnachfolge +++ Kleines, mittleres oder großes Unternehmen als Arbeitgeber, das fragen sich nicht nur die Absolventen der Dualen Berufsausbildung, sondern auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Berufserfahrung. Eine spannende Möglichkeit ist aber auch eine Unternehmensnachfolge. Nach Schätzungen der IHK suchen alleine in Schleswig-Holstein fast 4.000 IHK-zugehörige Unternehmen bis zum Jahr 2014 eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger! Ohne einen passenden Nachfolger droht ein seit Jahren erfolgreiches Unternehmen vom Markt zu verschwinden – und die dort Beschäftigten stehen dann auf der Straße. Für uns alle eine bedrückende Vorstellung! Manchmal fehlt es am nötigen Kleingeld für eine Selbständigkeit. Deshalb gibt es verschiedene Möglichkeiten, öffentliche Fördermittel zu beantragen: Nutzen Sie deshalb den Service der IHKs im Land! Wir bieten allen Interessierten ein mehrstufiges Beratungssystem. Unsere Existenzgründungsberater freuen sich auf Ihre Kontaktaufnahme.
6. Dezember 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Mehr Wertschätzung für die Duale Berufsausbildung! +++ Einmal mehr beschäftigt mich der Demografische Wandel: Wenn wir über Schleswig-Holstein im Jahr 2030 nachdenken, ist das eine zentrale Einflussgröße. Mir geht es dabei um das Thema Fachkräftemangel hier bei uns vor Ort. Das ist wirklich nicht nur ein Thema für die Unternehmen, für das sich die Gesellschaft nun interessieren mag oder auch nicht. Junge Menschen in und mit ihren Unternehmen sichern die Lebendigkeit und den Wohlstand dieses Landes. Daher ärgert es mich, dass die OECD, aber auch so manch ein Politiker in Deutschland die Duale Berufsausbildung nur gering schätzen. Viele unserer anspruchsvollen und in der Ausbildung schwierigen Berufe mit hervorragender theoretischer Fundierung durch die beruflichen Schulen nehmen den Vergleich mit so manchem ausländischen Studium locker auf. Daher ist es ein absolut falsches Signal, wenn der nationale Qualifizierungsrahmen (und damit auch sein europäisches Pendant) eine abgeschlossene berufliche Ausbildung deutlich hinter das Abitur setzen will!
1. Dezember 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Engagement ist das oberste Gebot +++ Nicht erst seit unseren Untersuchungen für das Projekt "Schleswig-Holstein 2030" wissen wir, dass unser Bundesland schon heute keinen finanziellen Spielraum mehr hat. Bis zum Jahr 2020 wird unser Schuldenberg auf mehr als 30 Milliarden Euro gewachsen sein. Das wird über Generationen nicht abgetragen werden können! Gleichzeitig geht es nicht ohne staatliche Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Verwaltungsmodernisierung. Daher ist eines klar: Der Staat wird sich aus Bereichen zurückziehen müssen, die uns heute als staatliche Leistung noch selbstverständlich sind. Dahinter verbergen sich natürlich viele Entbehrungen und viel Verzicht für uns alle. Und gleichzeitig verlangt diese Entwicklung nach einer steigenden Bereitschaft, sich ehrenamtlich für unser Gemeinwesen zu engagieren. Nur im Schulterschluss werden wir die gewaltigen Aufgaben bewerkstelligen können. Das darf uns aber nicht Bange machen. Um unsere Gesellschaft weiterzuentwickeln, ist unser Engagement gefragt. Jeder auf seiner Position – und möglichst jeder auch ehrenamtlich!
24. November 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Auf Soft Skills kommt es an +++ Das Thema Fachkräfte ist eine wichtige Frage in unserem Projekt „Schleswig-Holstein 2030“. Ein Weg zur Fachkräftesicherung ist die betriebliche Ausbildung. Sie hilft nicht nur den Unternehmen bei der Personalgewinnung. Sie eröffnet jungen Menschen auch neue Perspektiven und gibt ihnen Anreize, vielleicht auch unbekannte Stärken zu entwickeln und zu nutzen. Zu einem gelungenen Start in die Ausbildung trägt die schulische Ausbildung ganz wesentlich bei: Die Lehrerkräfte geben ihren Schülerinnen und Schülern nicht nur fachliches Rüstzeug mit an die Hand, sondern unterstützen sie auch bei der Entwicklung sozialer und persönlicher Kompetenzen. Als Unternehmer habe ich die Erfahrung gemacht, dass man fehlendes Fachwissen im Notfall nacharbeiten kann. Das ist aber bei gravierenden sozialen oder persönlichen Defiziten meist nicht mehr möglich.
17. November 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Familiäre Verantwortung +++ Eine spannende Aktionswoche "Wirtschaft und Familie" liegt hinter uns. Als Partner des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein hat unsere IHK vier zentrale Veranstaltungen ausgerichtet. Insgesamt 350 Teilnehmer informierten sich über Familienfreundlichkeit in Unternehmen, neue Wege in der Kinderbetreuung oder die Vermeidung von Burnout-Fallen. Bei diesem Thema haben wir eng mit der Handelskammer Hamburg und der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg kooperiert. Dieser Schulterschluss von Wirtschaft und Verwaltung ist besonders wichtig, weil wir mitten im Strukturwandel stecken. Der globale Wettbewerb fordert uns, innovativer, schneller und kostengünstiger als die Wettbewerber zu agieren. Dafür benötigen wir hochqualifizierte Fachkräfte. In unserer Region fehlen in den kommenden 15 Jahren 30.000 Fachkräfte, wenn wir jetzt nicht aktiv werden. Als Unternehmer sollten wir daher auch im Wettbewerb um Talente kreativ sein und uns gleichzeitig unserer gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Familiäre Verantwortung muss in unserer Wirtschaft und unserer Gesellschaft wieder willkommen sein. Betriebliche Strukturen so zu gestalten, dass unsere Mitarbeiter diese Verantwortung auch übernehmen können, ist unsere Aufgabe – nur so können wir bestehen.
15. November 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Lebensader Nord-Ostsee-Kanal +++ Der Nord-Ostsee-Kanal ist ein wichtiger Impulsgeber nicht nur für Norddeutschland, sondern auch für die europäischen Volkswirtschaften: Er ist die schnelle Hinterlandanbindung an das Baltikum und Skandinavien – ein eindeutiger Wettbewerbsvorteil durch die sinnvolle Kombination von Übersee- und Feederverkehren. Ohne einen leistungsfähigen Nord-Ostsee-Kanal droht den deutschen Seehäfen der Verlust ihrer Rolle als logistische Drehscheibe vor allem zwischen Asien und dem Ostseeraum. Einmal abgewanderte Kunden, beispielsweise nach Rotterdam, lassen sich nur schwer zurückgewinnen. Darauf habe ich auch während der Ausstellungseröffnung zu "Schiffsbegegnungen" im Landeshaus Kiel eindringlich hingewiesen. Wir dürfen nicht länger zögern, und ich richte daher einen Appell an die Mitglieder des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, der heute und morgen tagt: Ermöglichen Sie mit Ihren Entscheidungen die Instandsetzung der Schleusen in Brunsbüttel durch den schnellstmöglichen Bau der fünften Schleusenkammer!
9. November 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Kein Patentrezept +++ Wie schaffen wir es, auch in Zukunft auf genügend qualifizierte Fachkräfte zugreifen zu können? Diese Frage habe ich heute auf dem Landestag Wirtschaft – Berufliche Bildung der IHK Nord mit Lehrkräften aus allen Ecken Schleswig-Holsteins diskutiert. Mein Petitum: In der Praxis gibt es kein Patentrezept, keine Gebrauchsanweisung, kein "wenn- dann". Aus Sicht der Wirtschaft sind nicht Strukturfragen entscheidend. Vielmehr geht um Unterrichtsqualität. Wie schaffen wir es, möglichst viel guten Unterricht zu ermöglichen? Diese Frage muss im Vordergrund stehen. Und die Frage, wie man Lehrkräfte – die eine sehr verantwortungsvolle und schwierige Aufgabe übernehmen – für diese Tätigkeit richtig qualifiziert und sie dabei unterstützt.
2. November 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Frauen in Führungspositionen +++ Fakt ist: Ein modernes Unternehmen zeichnet sich dadurch aus, weiblichen Mitarbeitern die gleichen Aufstiegschancen zu ermöglichen wie ihren männlichen Kollegen. Fakt ist aber auch: Die strukturellen Rahmenbedingungen, die für eine faire Gleichbehandlung innerhalb der Unternehmen notwendig sind, müssen von den Unternehmen selbst und ohne externen Einfluss geschaffen werden und als selbstverständlicher Bestandteil moderner Corporate Identity betrachtet werden. Eine wie von Bundesarbeitsministerin von der Leyen geforderte gesetzliche Quotenregelung als auch eine wie von Bundesfamilienministerin Schröder geforderte freiwillige Selbstverpflichtung ist nicht nur ein Affront gegen die unternehmerische Freiheit. Erfolgreiche Frauen müssten sich stets dem Vorwurf entgegensetzen, ihre Karriere dem Schutz politischer Regulierung zu verdanken und nicht einem leistungsgerechten Aufstieg. Anstatt sich also in einer Quotendebatte zu verlieren, sollten Unternehmen vielmehr in der Modernisierung ihrer Strukturen – darunter etwa die Einführung familienfreundlicher Umgebungen oder Teilzeitausbildungen für junge Mütter – unterstützt werden. Denn Fakt ist auch: Unternehmen, die Frauen den Ein- oder Aufstieg in ihrem Betrieb verwehren, verspielen in Zeiten des Fachkräftemangels ihre Zukunft.
31. Oktober 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Ein weinendes und ein lachendes Auge +++ Am vergangenen Samstag hat die Diakonie Schleswig-Holstein den diesjährigen Stifterpreis an Professor Rainer Winkler für sein Engagement um das Kinderspielzentrum in Schleswig verliehen. Diese Würdigung stimmt mich einerseits nachdenklich, andererseits aber auch froh: Nachdenklich bin ich, weil wir in unserer Gesellschaft Anlaufstellen wie das Kinderspielzentrum in Schleswig und das ehrenamtliche Engagement von Privatpersonen wie Professor Winkler brauchen. Froh bin ich, weil das Kinderspielzentrum eine wichtige Institution nicht nur in seinem Stadtteil darstellt: Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterreicht, gemeinsame Kochübungen und Ernährungsberatung, Gitarre oder Schach, die Kinder können hier wirklich viel lernen – und im Endeffekt ist das nicht nur ein Beitrag zur Fachkräftesicherung, sondern auch ein eindrucksvolles, ein nachahmungswürdiges Beispiel, Verantwortung für seine Mitmenschen zu übernehmen!
10. Oktober 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Langfristige Entwicklungsperspektive für die Infrastruktur +++ "Gerade noch mal gut gegangen", mag sich manch schleswig-holsteinischer Unternehmer gedacht haben, als er jetzt lesen durfte, dass die große Koalition in Berlin nun doch schon 2012 die erforderlichen Mittel für den Bau einer fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel bereitstellen will. "Schon"? So sehr wir uns über diese für unser Land so wichtige Weichenstellung freuen, so sehr sollte sie uns nachdenklich machen. Denn der Nord-Ostsee-Kanal ist beispielhaft dafür, wie ein politischer Schlingerkurs die Leistungsfähigkeit unserer Infrastruktur und damit Beschäftigung und wirtschaftliche Prosperität gefährden kann. Das bei der Planung des Schleusenneubaus gezeigte Schneckentempo können wir uns einfach nicht leisten. Seit über zehn Jahren weisen Experten jetzt schon auf die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen hin. Wenn der Bau tatsächlich 2012 beginnt – man mag es hoffen, endgültig sicher bin ich mir aber erst, wenn die Baumaschinen wirklich anrücken – ist es deshalb längst fünf vor zwölf. Jede weitere Verzögerung würde die Existenz des Nord-Ostsee-Kanals grundsätzlich in Gefahr bringen. Wohlgemerkt: Die vielzitierten "Wutbürger", die andernorts manches Infrastrukturprojekt verzögern, sind am Kanal nicht in Aktion getreten. Für die entstandenen Verzögerungen verantwortlich ist einzig und allein die Politik auf Bundesebene. Eines aber zeigt der quälende Weg bis hin zum erlösenden Beschluss der großen Koalition: Wir brauchen endlich eine langfristige Entwicklungsperspektive für die Infrastruktur in der Bundesrepublik. Mit ihrem Strategieprojekt "Schleswig-Holstein 2030" wollen die IHKs Flensburg, Kiel und Lübeck dazu beitragen, diese "Hausaufgabe" für unser Bundesland zu lösen. Der Nord-Ostsee-Kanal spielt dabei eine wichtige Rolle – damit wir in 19 Jahren nicht wieder sagen müssen: "Gerade noch mal gut gegangen".
7. Oktober 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Wir brauchen eine einflussreiche Lobby +++ Schleswig-Holstein braucht in Berlin eine einflussreiche Lobby! – Mit diesem Appell bin ich heute während des 2. Parlamentarischen Abends der IHK zu Kiel vor Mitglieder des Bundestags und des Schleswig-Holsteinischen Landtags getreten. Die Lobby habe ich vor allem für die großen überregionalen Infrastrukturprojekte angemahnt – sei es der Nord-Ostsee-Kanal oder der Investitionsrahmenplan für den Ausbau der Bundesfernstraßen. Beim Letzteren denke ich insbesondere an die A20 und die A7 zwischen Landesgrenze und Bordesholmer Dreieck. Eine starke Lobby bedeutet aber nicht nur, eine einflussreiche Stimme in Berlin zu haben, sondern auch in Schleswig-Holstein die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nur so können wir uns als Region im Wettbewerb aussichtsreich positionieren. Ein offenes Ohr für meine Mahnungen hatten auch Journalisten am Rande des Jahresempfangs, zu dem die Landespressekonferenz am Vorabend eingeladen hatte.
5. Oktober 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Kiel und Lübeck, Rivalen und Schicksalsgefährten +++ Der Staatswissenschaftler Arnold Brecht, einer der großen Juristen in der Zeit der Weimarer Republik, schrieb 1965: "Jeder Deutsche ist in Lübeck willkommen. Sogar jeder Schleswig-Holsteiner – Aber nur, wenn er sich in Ehrerbietung naht." Dieser Satz spiegelt wie kein anderer die interessante und komplexe Geschichte unsere beiden Städte wider. Kiel und Lübeck waren und sind Rivalen und Schicksalsgefährten. Ich habe sehr gerne die Gelegenheit genutzt, um über dieses Thema vor der Versammlung des Kieler Kaufmanns zu sprechen. Die Geschichte lehrt, dass es auf die Städte unseres Landes und ihre besondere Verantwortung für das Umland ankommt, wenn die Zukunft unserer Region erfolgreich gestaltet sein soll. Den Text meiner Rede vor dem Kieler Kaufmann können Sie hier in einer PDF-Version lesen.
28. September 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Karrieren beginnen schon früh +++ Praxisbezug! Praxisbezug! Praxisbezug! Das habe ich heute den Erstsemestern des Fachbereichs Wirtschaft der Fachhochschule Kiel mit auf den Weg gegeben. Leider immer noch zu häufig stellen Unternehmen fest, dass Hochschulabsolventen und Hochschulabsolventinnen ihre fachlichen Kenntnisse teilweise nur unzureichend in die Unternehmenspraxis umsetzen können. Dagegen helfen Praktika oder Nebentätigkeiten, Projekte und Abschlussarbeiten zusammen mit Unternehmen schon während des Studiums. Aber: Fachwissen gilt nach Abschluss eines Fachstudiums als selbstverständlich. Deshalb mein zweiter Hinweis: Auf die Persönlichkeit kommt es an und am besten ist es, wenn die zukünftigen Fach- und Führungskräfte Kompetenzen wie Einsatzbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein, selbständiges Arbeiten, Kommunikationsfähigkeit und Teamfähigkeit nicht erst in Studium und Ausbildung lernen. Die Weichenstellung beginnt schon bei den ganz Kleinen: Neugierde, Entdeckerdrang, mit Wut umgehen, auf andere zugehen: Soziale Kompetenz sollte frühzeitig erworben werden!
28. September 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Gelungener Start im Dialogforum +++ Die erste Sitzung des Dialogforums zur Festen Fehmarnbelt-Querung war ein Erfolg. Befürworter und Gegner des Jahrhundertprojektes saßen erstmals an einem Tisch. Bei allem das uns trennt in dieser Runde, in der Diskussion um die Feste Fehmarnbelt-Querung, gibt es doch auch eine große Gemeinsamkeit: Wir wollen die besten Lösungen für unser Land. Wenn es uns gelingt, einen Konsens in den wichtigsten Fragen zu finden, ist dies ein sehr großer Erfolg. Die erste Sitzung des Dialogforums zur festen Fehmarnbelt-Querung hat gezeigt, dass Dr. Christoph Jessen der ideale Sprecher ist. Er hat bereits in vielen Einzelfragen zur Arbeit und Ausrichtung des Dialogforums Gegensätze aufgelöst und Gemeinsamkeiten geschaffen. Erst hören, dann denken und schließlich reden. So sieht der Sprecher seine Rolle. Eine Kompetenz, die in der Tat in unserer schnelllebigen, kommunikationsstarken Zeit nicht mehr selbstverständlich ist.
6. September 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Markenzeichen maritime Wirtschaft +++ Vor einem Vierteljahrtausend eine Dorfschmiede, heute Schiffsreparaturen, Spezialschiffbau, moderner Yachthafen und Wikingerschiff: Das ist die abwechslungsreiche und erfolgreiche Geschichte der Schiffswerft Laboe. Heute feiert das Unternehmen sein 250-jähriges Bestehen und ist damit wohl die zweitälteste Werft in Deutschland! Werften haben schon immer Schleswig-Holstein geprägt. Sie sind ein sichtbares Zeichen der maritimen Wirtschaft, zu der aber noch viel mehr gehört: Schiffbau, Häfen, Zulieferindustrie für Schiffbau und Offshore-Industrie, Meerestechnik, Kreuzfahrt- und maritimer Tourismus, Wassersport … und vieles mehr! Mit einem Umsatz von rund 8,8 Milliarden Euro und circa 47.000 Beschäftigten in etwa 1.700 Unternehmen ist die maritime Wirtschaft Schleswig-Holsteins nicht nur ein wichtiger Wirtschaftszweig, sondern ein weithin bekanntes Markenprodukt unseres Landes.
24. August 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Bündnis für Fachkräfte +++ Die Entwicklung des Fachkräftepotentials ist die zentrale arbeitsmarktpolitische Herausforderung der Zukunft. Darin sind wir uns im "Bündnis für Fachkräfte", einem landesweiten Netzwerk von Wirtschaft, Verbänden, der Landesregierung und der Bundesagentur für Arbeit, einig. Heute konnten wir in Kiel auf ein erfolgreiches erstes Jahr in unserer Zusammenarbeit zurückblicken. Nach einer IHK-Umfrage gestaltet sich gerade für kleine und mittlere Unternehmen die Rekrutierung von Auszubildenden und Fachkräften immer schwieriger. Rund 70 Prozent der Unternehmen haben generell oder zumindest teilweise Probleme, ihre offenen Stellen zu besetzen. Das erhöht den Handlungsdruck und deshalb ist es auch gut, dass wir bei der Entwicklung unserer Strategie für Schleswig-Holstein 2030 das Thema Fachkräfte zu einem Schwerpunkt machen und systematisch und nachhaltig nach realistischen Lösungen suchen. Die Unternehmen ergreifen selbst bereits eine Vielzahl von Maßnahmen zur Fachkräftesicherung, in dem sie zum Beispiel durch verstärkte Qualifizierung ihrer Mitarbeiter oder durch innovative Maßnahmen der Personalentwicklung sich als attraktive Arbeitgeber zeigen. Das verpflichtet auch uns als IHK Schleswig-Holstein. Um unternehmerisches Know-how weiter zu geben, haben wir unser Beratungs- und Informationsangebot intensiviert. Wir bieten Foren, auf denen Unternehmer Erfahrungen austauschen und von innovativen Projekten für den eigenen Bedarf profitieren können. Dieses gute Miteinander stärkt den Wirtschaftsstandort insgesamt und hilft uns allen.
19. August 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Die Mischung macht’s +++ Mit großer Freude habe ich heute an dem Sommerfest der Technischen Fakultät der Kieler Universität teilgenommen, auf dem viele erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen verabschiedet und Preise des Fördervereins verliehen wurden. Zweifelsohne sind technische Innovationen der Schlüssel für Wachstum und Wohlstand, neue Technologien das Rüstzeug, um globale Herausforderungen wie Umwelt- und Klimaschutz zu bewältigen. Doch von jungen, gut ausgebildeten Leuten, die frischen Wind in die Unternehmen bringen, profitieren dynamische Volkswirtschaften am meisten. Allerdings bläst dieser Wind für uns in Schleswig-Holstein in absehbarer Zeit schwächer. Auch wir können uns dem demografischen Wandel und seinen Herausforderungen nicht entziehen. Damit Schleswig-Holstein auch künftig ein moderner und leistungsfähiger Standort bleibt, sind daher innovative Lösungen vonnöten, und zwar solche, die auf unterschiedliche Quellen zurückgreifen. Für mich dabei ganz oben: Eine kluge geschlechtsübergreifende Mischung von jung und alt, von Erfahrung und Experimentierfreude, von hiesigen und zugezogenen Arbeitskräften.
8. Juli 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Handfeste Politikberatung +++ Die Diskussionen während unserer gemeinsamen Vollversammlung am vergangenen Donnerstag haben mir gezeigt: Wenn wir die Zukunft unseres Landes planen, dürfen wir weder die Vergangenheit noch die Gegenwart aus den Augen verlieren! Dazu gehören die Erkenntnis, dass in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahrzehnten falsche Prioritäten gesetzt wurden, genauso wie die Einsicht, dass unser Land auf dem Weg in die Insolvenz ist, wenn nicht zeitnah die richtigen Weichen gestellt werden. Vor den Folgen dürfen wir die Augen nicht verschließen – genauso wenig wie vor dem demografischen Wandel. Deshalb müssen wir uns die Frage stellen, wohin die Arbeitskräfte gehen und zukünftig gehen werden. So, wie sich Schleswig-Holstein heute präsentiert, werden die Arbeitskräfte nicht hierher kommen! Soweit darf es nicht kommen. Für mich geht es daher um die Vision eines Schleswig-Holsteins, in dem die Menschen gern leben und arbeiten. Dafür setzen sich die ehrenamtlich engagierten Unternehmensvertreterinnen und Unternehmensvertreter mit einer Strategie für die Zukunft auseinander, eben "Schleswig-Holstein 2030". In dieser breiten Basis liegt der besondere Charme: Unsere Vorschläge sind handfeste und ganz konkrete Politikberatung – und kein typisches "Beraterpapier".
6. Juli 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Neue Wirtschaftsgeografie +++ Meine Vision für 2030 ist eine neue Wirtschaftsgeografie mit einer regionalen Identität, die das Beste aus zwei Welten verbindet: die hanseatischen, kaufmännischen Tugenden, Grundsätze und Werte der Deutschen und den Fähigkeiten der Skandinavier, einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Turnaround zu vollziehen. Gerade hier können wir viel von den Dänen und Schweden lernen, die ihre Staatsfinanzen vorbildlich in den Griff bekommen haben. Mit der Strategie 2030 schaffen wir eine neue regionale Identität. Schleswig-Holstein rückt in eine neue Zentrumslage, und in der Wahrnehmung der Deutschen hört die Bundesrepublik nicht mehr an der Elbe auf, weil der Norden als Standort stärker ins Bewusstsein rückt.
5. Juli 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Regionale Identität bewahren +++ Am heutigen 30. Juni beschäftigen sich erstmalig Mitglieder aller drei schleswig-holsteinischen IHK-Vollversammlungen im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung mit dem Projekt "Schleswig-Holstein 2030". Sie stellen damit die Weichen für jenes Strategiepapier, das aus dem Projekt resultieren soll – und verfolgen dabei eine doppelte Zielsetzung: Einerseits soll "Schleswig-Holstein 2030" ein großes, auf überregionale Entwicklungen und globale Zusammenhänge ausgerichtetes Projekt sein, andererseits jedoch in gleichem Maße auch die spezifischen Bedürfnisse der verschiedenen Landesteile erfassen und dokumentieren. Ganz wichtig ist es dabei, das Interesse der Wirtschaft in den Regionen nie aus dem Auge zu verlieren. Die einzelnen Teile Schleswig-Holsteins sind so etwas wie Zahnräder, die voneinander abhängen und gemeinsam jenen Motor bilden, der unser Land vorantreibt und damit den Wohlstand der heutigen Bevölkerung unseres Landes ebenso wie künftiger Generationen sichert. Ich habe es zuletzt auf dem Sommerempfang 2011 der IHK Flensburg in Husum gesagt: Regionale Identität ist ein wertvolles Gut, das nicht auf dem Sparaltar geopfert werden darf. Von unserer Identität, von den Besonderheiten jedes einzelnen Landesteils und damit jedes der drei IHK-Bezirke unseres Landes, hängt der zukünftige Erfolg Schleswig-Holsteins ab. Wir brauchen deshalb kein Strategiekonzept und damit auch keine Wirtschaftspolitik, die je nach Kassenlage das gesamte Land regions- und branchenübergreifend entweder mit dem Rasenmäher oder mit der Gießkanne behandelt. Wir brauchen stattdessen eine sehr gezielte Entwicklung jener Wirtschaftszweige, die in den einzelnen Landesteilen Potential haben und identitätsstiftend sind. "Schleswig-Holstein 2030" ist das genaue Gegenteil von Gleichmacherei. Es ist ein Projekt, das die Regionen unseres Landes stärkt und eine differenzierte Betrachtung der Landesteile postuliert. Damit dieser wichtige Aspekt den angemessenen Niederschlag findet, ist es allerdings erforderlich, dass sich die einzelnen Regionen füreinander interessieren und Stärken ebenso wie Bedürfnisse und Wünsche gegenseitig kennen lernen. Nicht zuletzt dazu bildet die erste gemeinsame Sitzung von Vollversammlungsmitgliedern aller drei schleswig-holsteinischen Industrie- und Handelskammern das geeignete Forum.
30. Juni 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Fehmarns Sorgen ernst nehmen +++ Die Diskussion mit Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer am Samstag auf Fehmarn hat es noch einmal deutlich gemacht. Wir müssen die Bedenken der Menschen bezüglich der festen Fehmarnbeltquerung ernst nehmen. Uns verbindet aber auch viel mit den Kritikern des Bauvorhabens. Per Handschlag rief mir der Sprecher der Bürgerinitiative "Tourismusort statt Transitort" Peter Ninnemann, mit dem wir im ständigen konstruktiven Austausch stehen, zu: "Wir kämpfen gemeinsam für unsere Region!". Genauso ist es. Wir brauchen eine Hinterlandanbindung, die dem Tourismus nützt, nicht schadet. Da ziehen wir alle am gleichen Strang. Gegner wie Befürworter des Beltprojektes. Gut so. Wir haben viele Argumente auf Fehmarn am Samstag ausgetauscht, aber nicht nur über die Sorgen, sondern auch über die Chancen gesprochen: Unsere Wirtschaftsgeographie verändert sich. Schleswig-Holstein verliert seine Randlage und rückt mit den vier Polen Hamburg-Lübeck-Kopenhagen-Flensburg in eine Zentrumslage Nordeuropas. Das sehen auch viele Unternehmer auf Fehmarn so: Kaufhaus-Unternehmer Martin Stolz hatte sich schon früh zum Bauprojekt bekannt. Wir hatten die Möglichkeit, am Samstagabend mit dem Bundesverkehrsminister ausführlich zu diskutieren. Es ist deutlich geworden, wie außerordentlich wichtig Minister Dr. Peter Ramsauer das Bauprojekt ist. Aber auch die anderen Verkehrsprojekte in unserer Region: Die Anregungen der Lübecker Hafen- und Schifffahrtswirtschaft hat er dankend angenommen. Denn auch der deutsche Verkehrsminister weiß, dass die Zukunft unserer Region, eine erfolgreiche Perspektive 2030, von leistungsstarken Land- und Wasserwegen abhängt.
28. Juni 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Zukunft der Bildung im Lande +++ Ich nehme die Kieler Woche zum Anlass, um die Frage der Zukunft unseres Landes aufzugreifen. Am vergangenen Sonntag wurde vom Institut für Weltwirtschaft, der Landeshauptstadt Kiel und der IHK Schleswig-Holstein der Weltwirtschaftliche Preis verliehen. Und bei der diesjährigen Konsulnfahrt der IHK zu Kiel war die Christian-Albrechts-Universität bei der hiesigen Wirtschaft zu Gast. Zweifelsohne zählen das Institut für Weltwirtschaft und die Christian-Albrechts-Universität zu den Leuchttürmen in Schleswig-Holstein – und dies sowohl in der Gegenwart als auch in der Zukunft. Diese Leuchtturmfunktion ist mit Blick auf das große Projekt der IHK Schleswig-Holstein besonders wichtig: Im Rahmen von "Schleswig-Holstein 2030" fragen wir uns ja, was unser Bundesland künftig bestimmen und voranbringen wird. Auch wenn wir uns noch mitten im Prozess befinden, kristallisieren sich schon jetzt besonders wichtige Themen heraus. Allen voran: Die Zukunft von Bildung und Wissenschaft im Land.
21. Juni 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Urlaubsland Schleswig-Holstein neu erfinden +++ Pünktlich zum Pfingstfest beginnt für die schleswig-holsteinische Tourismuswirtschaft wieder die Hauptsaison ihres Geschäftes: Urlauber aus ganz Deutschland, aber auch aus den angrenzenden Staaten kommen zu uns, um hier Sonne, Sand, Meer und die abwechslungsreiche Landschaft zwischen Nord- und Ostsee zu genießen. Einmal mehr zeichnet sich 2011 ein erfolgreicher Saisonverlauf ab, die Buchungslage ist gut. Und doch: Die historischen Spitzenergebnisse der frühen 1990er Jahre sind noch nicht wieder erreicht. Schleswig-Holstein steht in intensivem Wettbewerb mit vielen anderen Urlaubsregionen Europas. Tourismus ist das geradezu klassische Beispiel eines branchenübergreifenden Produktes. Gastronomie und Hotellerie, Verkehrsunternehmen, Einzelhandel und viele andere tragen ihre "Puzzleteile" zu jenem Mosaik bei, das am Ende ein Urlaubserlebnis in Schleswig-Holstein ausmacht. Wenn alle diese Elemente harmonisch ineinander greifen, sich ergänzen und ein in sich stimmiges Gesamtprodukt ergeben, ist der Gast zufrieden, kehrt zu uns zurück und wird zum multiplikativen Werbeträger. Das Urlaubsland Schleswig-Holstein muss sich, um dauerhaft erfolgreich zu sein, kontinuierlich und branchenübergreifend weiterentwickeln. Zukünftig werden wir uns mehr noch als heute immer wieder selbst "neu erfinden" müssen, das Angebot für unsere Gäste optimieren und dazu auf ihre Anregungen und Wünsche hören müssen. Diese große Gemeinschaftsaufgabe ist nur überregional und branchenübergreifend zu lösen. Welches Projekt wäre als Forum dafür besser geeignet als "Schleswig-Holstein 2030"? Vielleicht waren deshalb so viele im Tourismus tätige Unternehmer bei unseren Workshops dabei. Ihr Input wird sich in jenem Strategiepapier, das wir als Ergebnis des Projektprozesses vorlegen wollen, wieder finden – und damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass wir auch in Zukunft viele zufriedene Gäste zwischen Nord- und Ostsee willkommen heißen können.
10. Juni 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Klare Prioritäten für wirtschaftliches Handeln aufzeigen +++ Auf dem 18. Merkur-Treff, unserer traditionellen Begegnung im Kieler Haus der Wirtschaft, war es mir wichtig, auch das Strategieprojekt 2030 anzusprechen. Dieselben Worte möchte ich auch hier noch einmal weitergeben. Wir wollen darstellen, wie Schleswig-Holstein im Jahre 2030 ein moderner, leistungsfähiger und für Unternehmen attraktiver europäischer Standort sein kann. Das Strategiepapier soll in der zweiten Jahreshälfte vorgelegt werden und helfen, die Zukunftsfähigkeit zu sichern. Wir wollen also, wie es mein Kollege Christoph Andreas Leicht als Präsident unserer IHK Schleswig-Holstein formulierte, nachdenken zum Wohle des Landes und der Wirtschaft. Dieses Strategiepapier sehen wir als einen ganz wesentlichen Beitrag zur gesetzlich auferlegten Politikberatung an. Aber eines will ich hier auch ganz deutlich sagen, und damit knüpfe ich an das Thema Haushaltkonsolidierung an. Wie die Kollegen Leicht und Uwe Möser, mein Kollege aus Flensburg, gehe auch ich davon aus, das angesichts der bekannten dramatischen finanziellen Rahmenbedingungen ein Wunschkatalog der Wirtschaft nicht das Ziel sein kann und darf. Vielmehr geht es uns darum, klare Prioritäten für wirtschaftspolitisches Handeln aufzuzeigen und darauf zu drängen, dass die vorhandenen Mittel auch in diesen benannten Bereichen investiert werden. Hierzu wird es konkrete Vorschläge geben.
1. Juni 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Realistische Ziele im Fokus +++ Es war eine besondere Sitzung des Kieler Ehrenamtes. Mit knapp 40 Unternehmen, die an dem Regionalworkshop im Kieler Haus der Wirtschaft teilnahmen, konnten wir an die gute Beteiligung in den Themenworkshops im April anknüpfen. Im Kreise unserer Vollversammlungsmitglieder haben wir die bisher erarbeiteten Ergebnisse um regionale Aspekte, Besonderheiten und Einrichtungen ergänzt, die Ausstrahlungen auf ganz Schleswig-Holstein haben und für dessen weitere Entwicklung wertvolle Impulse geben können. Außerdem können wir im weiteren Prozess guten Gewissens sagen, dass auch die Vollversammlung als Gremium das Strategieprojekt Schleswig-Holstein 2030 angenommen hat. Beruhigt hat mich auch, dass zumindest bei unserer Veranstaltung das umfassende Thema Bildung und Fachkräftesicherung angemessene Resonanz gefunden hat. Für mich ist es unbestritten eines der zentralen Themen im Rahmen jedweder Strategieüberlegungen. Gleichermaßen beruhigt wie zufrieden konnte ich auch verbuchen, dass die Unternehmerkollegen zwar recht wenig wirklich visionäre, dafür aber viel konkrete und in Sachen Umsetzbarkeit realistische Ziele und Maßnahmen benannt haben. Es ist vor dem Hintergrund besonders wichtig, dass wir keinen beliebigen, nicht zu finanzierenden "Wünsch-Dir-was-Katalog" erstellen wollen, sondern konkrete Vorschläge im Auge haben. Summa summarum gilt es für Kiel: Auftrag erfüllt – und danke!
25. Mai 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Die Stärke der Basis +++ Als eine Präsidiumskollegin am Ende des Regionalworkshops in Lübeck nach Ihrer Motivation gefragt wird, bringt sie es wunderbar auf den Punkt: "Die Stärke des Strategieprozesses 2030 ist, dass die Basis gehört wird, wir Unternehmerinnen und Unternehmer konkret und direkt eingebunden werden. Deshalb fällt mir die Entscheidung nicht schwer: Ich muss mitmachen." Genau das ist es, was uns, die Unternehmerinnen und Unternehmer von Niebüll bis Lauenburg, verbindet: Es ist die Erkenntnis, dass nun die Zeit gekommen ist. Wir können nicht länger warten, bis die dramatischen Herausforderungen uns die Zukunft verbauen. Wir müssen jetzt handeln, jetzt überlegen, wo unser Land im Interesse unserer Kinder stehen soll. Fast 2000 Unternehmerinnen und Unternehmer haben sich nunmehr aktiv in Umfragen und sieben thematischen und regionalen Workshops mit den Zukunftsfragen Schleswig-Holsteins auseinandergesetzt. In Lübeck endete dieser Prozess der "Basisarbeit" an der Strategie "Schleswig-Holstein 2030". In den drei Regionalworkshops in Flensburg, Kiel und Lübeck entwickelte sich ein regelrechter Corpsgeist. Spannende Diskussionen: Was sind die Stärken unseres Bezirkes und wie zahlen diese auf eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes ein? Guter Input und rege Diskussion getragen von denen, die wissen, wie das Herz der Wirtschaft in unserer Region schlägt. Es ist nun an uns, die Erkenntnisse zu sichten, zu bewerten und zu einem Ganzen zu formen. Eben dies ist die Einzigartigkeit und Stärke unserer IHK: Wirtschaftlicher Sachverstand unserer mittelständischen Basis, allein verpflichtet dem unternehmerischen Gemeinwohl. Der gute Nährboden für die Entwicklung einer Zukunftsstrategie unseres Landes. Das macht unser Vorhaben Schleswig-Holstein 2030 einmalig.
24. Mai 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Klare Vorstellungen +++ Es war eine lebendige, bisweilen sogar kontroverse Debatte: Am 11. Mai 2011 diskutierten die Mitglieder der Flensburger IHK-Vollversammlung im Rahmen des ersten Regionalworkshops unter der Flagge von "Schleswig-Holstein 2030" über die Zukunftsperspektiven unseres Landes. Es würde zu weit führen, an dieser Stelle über die einzelnen Inhalte zu berichten und sie vorstellen zu wollen. Klar jedoch wurde einmal mehr eines: Die Unternehmer unseres Landes übernehmen Verantwortung – und sie haben klare Vorstellungen davon, wohin die Reise gehen soll, wo die Stärken und Chancen Schleswig-Holsteins liegen und welche Weichenstellungen notwendig sind, damit diese Stärken genutzt werden können. "Regionalworkshop"? Ein wenig mag der Begriff "Regionalität" bei dem einen oder anderen Assoziationen mit Provinzialität oder Kirchturmdenken auslösen. Eine solche Interpretation jedoch wäre verfehlt. Unsere Wirtschaft ist lokalpatriotisch im besten Sinne und denkt doch – dies diktieren schon die wirtschaftlichen Realitäten – in großen Räumen und Zusammenhängen. Sie weiß aber auch, dass einzelne Landesteile unterschiedliche Stärken haben. Diese so weiterzuentwickeln, dass am Ende das gesamte Land mit allen seinen Bürgerinnen und Bürgern davon profitiert, ist eines der Ziele von "Schleswig-Holstein 2030". Voraussetzung dafür ist eine differenzierte Betrachtungsweise – und genau diesem Ziel sind die Regionalworkshops gewidmet.
20. Mai 2011 | Beitrag kommentieren |
| +++ Nach vorwärts leben +++ Der dänische Philosoph Søren Kierkegaard hat die Lebens- und Zukunftsfragen so auf den Punkt gebracht: "Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden." Mit diesen Worten habe ich meinen kurzen Vortrag auf dem Wirtschafts- und Verkehrssymposium der IHK Schleswig-Holstein am vergangenen Freitag in Kopenhagen eingeleitet, denn Kirkegaards Einschätzungen passen hervorragend zu dem derzeitigen Zustand der guten deutsch-dänischen Beziehungen. Die übertrieben hitzig geführte Debatte um die Zollkontrollen an der Grenze kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Dänen und Deutsche noch nie so eng verbunden waren wie heute. Darauf hat Deutschlands Botschafter in Dänemark, Dr. Christoph Jessen, auf dem Symposium am Freitag zurecht hingewiesen. Die Fakten sprechen für sich: Die Import- und Exportdaten belegen die Kraft des Wirtschaftsraums, die Pendler- und Urlauberzahlen zeigen den lebendigen Austausch und die zahlreichen gesellschaftlichen und kulturellen Projekte beweisen, dass ein Zusammenleben über Grenzen hinweg sinnvoll und möglich ist. In so weit ist die Arbeit des Entwicklungsrates Südjütland leuchtendes Vorbild für Projekte in anderen Regionen entlang der Grenzen zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein, sei es bei der Zusammenarbeit im Gesundheitswesen und der Energieversorgung oder bei der beschlossenen festen Querung des Fehmarnbelt. Stets muss es unser aller Ziel sein, die Vorteilhaftigkeit der Entscheidungen für wichtige Zukunftsprojekte transparent und damit die Bürgerinnen und Bürger zu Unterstützern der Entscheidungen zu machen. Diese Stärke Dänemarks sollte auf den Nachbar noch deutlicher abstrahlen. Mit einer starken Jütlandroute und einer neuen kraftvollen Verbindung über den Fehmarnbelt verliert Schleswig-Holstein endgültig seine Randlage und rückt in die Zentrumslage eines neuen Wirtschaftsraums in Europa. Die Politik hat über Grenzen hinweg den Grundstein für eine neue gemeinsame Zukunft gelegt. Es ist an uns, den Akteuren in Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen, diese historische Chance zu nutzen. In der Schau rückwärts - nach Kirkegaard - ist dies schnell zu erkennen. Leben aber müssen wir in der Tat vorwärts. Auch so versteht sich die "Strategie Schleswig-Holstein 2030".
19. Mai 2011 | Beitrag kommentieren |
DOKUMENT-NR. 85059
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PRÄSIDENTEN DER IHK
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KOMMENTIEREN
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Ihre Meinung zu Schleswig-Holstein 2030 (Dokument-Nr.: 86254)
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KOMMENTARE ZU SCHLESWIG-HOLSTEIN 2030
Kommentar zu "Handfeste Politikberatung" | 14. September 2011 Sehr geehrter Herr Präsident, +++ Antwort Klaus-Hinrich Vater Sehr geehrter Herr Furck, |
Kommentar Bildung 2030 | 1. Juli 2011 Bildung und Wirtschaft sind die wichtigsten Projekte der nächsten Jahrzehnte. Ohne Bildung keine Wirtschaft. Und gerne auch früher ansetzen als in der Uni, Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge praktisch zu vermitteln. Zum Beispiel in Grund- und weiterführenden Schulen. Wichtige Themen zu denen ich gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas beitragen möchte. |
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SCHLESWIG-HOLSTEIN 2030 AUF YOUTUBE
Alle Videos zur Zukunftsstrategie Schleswig-Holstein 2030 finden Sie im YouTube-Kanal der IHK Schleswig-Holstein. externer Link

