IHK SCHLESWIG-HOLSTEIN
IHK-Ausbildungsumfrage 2011 – Ausbildungsmarkt entwickelt sich positiv, glänzende Chancen für die Jugend
84 Prozent der Unternehmen wollen ihr Ausbildungsengagement im Jahr 2011 konstant halten oder ausbauen. Demgegenüber planen nur 16 Prozent eine Verringerung ihres Ausbildungsangebots. Die gute Konjunktur und steigender Fachkräftebedarf sind die Hauptursachen für das steigende Ausbildungsangebot.
So lautet das Ergebnis der aktuellen Umfrage der IHKs in Schleswig-Holstein, an der sich 523 Ausbildungsunternehmen beteiligt haben. "Der Ausbildungsmarkt 2011 wird sich positiv entwickeln. Das ergibt glänzende Chancen für die Jugend. Gleichzeitig werden geeignete Bewerber knapp. Schon im letzten Jahr konnten über 25 Prozent der Betriebe nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Dadurch sind grob geschätzt über 1.700 Ausbildungsplätze im IHK-Bereich unbesetzt geblieben." Das erklärte Christoph Andreas Leicht, Präsident der IHK Schleswig-Holstein zu den Umfrageergebnissen.
Die Befragung zeige deutlich, dass Unternehmen Fachkräftesicherung als Leitmotiv für ihre Ausbildungsentscheidung sehen. So hätten in der Umfrage 53 Prozent (Vorjahr 50 Prozent) der Unternehmen angegeben, dass die Sicherung des Fachkräftebedarfs entscheidenden Einfluss auf ihre Ausbildungsentscheidung habe. Die Geschäftserwartungen seien hingegen nur bei 22 Prozent der Unternehmen entscheidend für das Ausbildungsplatzangebot. Die konjunkturelle Entwicklung beflügele auch den Ausbildungsmarkt.
Die IHK Schleswig-Holstein verweist in diesem Zusammenhang auf die Entwicklung der Schulabgängerzahlen. Hier sei nach dem Rückgang im letzten Jahr für 2011 eine weitere leichte Reduzierung zu erwarten.
Zunehmende Probleme bei der Bewerbergewinnung belegten Aussagen der Betriebe über wesentliche Ausbildungshemmnisse. Als Hemmnis Nummer eins nennen 77 Prozent der Unternehmen mangelnde Ausbildungsreife der Schulabgänger; 2010 waren es noch 75 Prozent. Die größten Mängel sehen Unternehmen im mündlichen und schriftlichen Ausdrucksvermögen (53 Prozent), bei elementaren Rechenfertigkeiten (50 Prozent), bei der Disziplin (53 Prozent), der Leistungsbereitschaft und Motivation (49 Prozent); 50 Prozent beklagen mangelnde Belastbarkeit. So verwundere es nicht, dass Betriebe immer häufiger mit Nachhilfe reagieren (58 Prozent) oder auf ausbildungsbegleitende Hilfen der Arbeitsagenturen zurückgreifen (33 Prozent).

