IHK SCHLESWIG-HOLSTEIN
IHK-Konjunkturumfrage im 1. Quartal 2011: Schleswig-Holsteinische Wirtschaft weiter im Aufwind
Die günstige Konjunkturentwicklung hat sich in Schleswig-Holstein im 1. Quartal 2011 fortgesetzt. Nach der stetigen Konjunkturerholung in den beiden vergangenen Jahren setzt sich der kräftige Aufschwung auch in diesem Jahr fort.
Dazu erklärte Christoph Andreas Leicht, Präsident der IHK Schleswig-Holstein: "Die unvermindert günstige Exportentwicklung und die gestärkte Binnennachfrage zeigen jetzt auch deutliche Impulse auf dem Arbeitsmarkt. Jedes fünfte der befragten Unternehmen plant in den kommenden Monaten Personalverstärkungen."
Mit einem Wert von 130 Punkten erreicht der IHK-Klimakonjunkturindex, der einen Wert zwischen 0 und 200 annehmen kann, wieder den Spitzenwert des 4. Quartals 2010. Der entsprechende Vorjahreswert von 108 Punkten wurde deutlich übertroffen. 44,3 Prozent der befragten Unternehmen beurteilen ihre Geschäftslage als gut, 49,0 Prozent als befriedigend und nur 6,7 Prozent als schlecht (Vorquartal: 49,2 Prozent; 39,6 Prozent; 11,2 Prozent). Auch mit diesem Ergebnis wurden die hervorragenden Werte des Vorquartals wieder erreicht. Dies ergab die von der IHK Schleswig-Holstein durchgeführte repräsentative Konjunkturumfrage bei rund 2.000 Unternehmen.
Zu den einzelnen Branchen:
Die Industrieunternehmen zeigen sich angesichts einer konstant guten Exportentwicklung bei einer deutlich gestiegenen inländischen Investitionsgüternachfrage mit ihrer aktuellen Geschäftslage rundum zufrieden und bestätigen ihre Rolle als Konjunkturlokomotive. Die Bauwirtschaft berichtet überwiegend von einer befriedigenden Geschäftslage. Groß- und Einzelhandel profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit und der gestärkten Kaufkraft. Ebenfalls günstig entwickelt sich die Konjunktur im Verkehrs-, Kredit- und Dienstleistungsgewerbe.
Die schleswig-holsteinischen Unternehmen schätzen die weitere Konjunkturentwicklung optimistisch ein: 32,5 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung ihrer Situation, 57,3 Prozent eine gleichbleibende und 10,2 Prozent eine schlechtere Lage (Vorquartal: 32,7 Prozent; 57,3 Prozent; 10,0 Prozent). Die Investitionstätigkeit belebt sich weiter und untermauert damit die stabile Aufwärtsentwicklung. Die Beschäftigungspläne der Unternehmen zeigen eindeutig einen Beschäftigungsaufbau und damit einen Beitrag zum weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein an. 20,6 Prozent der Unternehmen planen eine Erhöhung ihrer Beschäftigtenzahlen, während nur 8,6 Prozent einen Personalabbau für notwendig erachten. Dazu Christoph Andreas Leicht: "Der Fachkräftemangel wirkt sich im andauernden Wirtschaftsaufschwung immer deutlicher aus und die schleswig-holsteinische Wirtschaft zeigt durch ihr hohes Ausbildungsengagement, dass sie die Zeichen erkannt hat. Dies allein wird aber nicht ausreichen, den Fachkräftemangel zu beheben. Deshalb engagieren wir uns auch im Bündnis für Fachkräfte." Angesichts des Aufschwungs am Arbeitsmarkt und der damit einhergehenden Stärkung des privaten Konsums sind die konjunkturellen Aussichten für den weiteren Jahresverlauf positiv, obwohl nach wie vor erhebliche Konjunkturrisiken wie die Schuldenkrise mehrerer Eurostaaten und die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise bestehen bleiben.

