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IHK SCHLESWIG-HOLSTEIN

Fachkräftesicherung: Politik und Wirtschaft diskutieren Lösungsansätze für den Mittelstand

Viele Betriebe in Schleswig-Holstein spüren die Auswirkungen des demografischen Wandels bereits deutlich. Um ihnen Strategien und Modelle aufzuzeigen, mit denen sie Fachkräfte gewinnen und halten können, hat die IHK Schleswig-Holstein heute (23. November 2011), Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie von der Bundesagentur für Arbeit zur Veranstaltung "Entwicklungschancen nutzen – heute handeln für Fachkräfte von morgen" in die IHK Kiel eingeladen.

Unter dem Motto "Lösungen vom Mittelstand für den Mittelstand" haben Unternehmer aus den Bezirken der Industrie- und Handelskammern zu Flensburg, Kiel und Lübeck unterschiedlichste Konzepte zum Thema Personal- und Nachwuchsmanagement in halbstündigen Referaten vorgestellt und mögliche Lösungsansätze aufgezeigt.

Christoph Andreas Leicht, Präsident der IHK Schleswig-Holstein, wies in seinem Grußwort darauf hin, dass es mit rund 11.500 neuen Ausbildungsverträgen bis Ende Oktober zwar gelungen sei, diese Zahl um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Dies dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass künftig zwangsläufig immer weniger Bewerber zur Verfügung stünden. "Wir befinden uns in einem Paradigmenwechsel. Angebot und Nachfrage haben sich längst zu Gunsten der Fachkräfte verschoben", betonte er.

Wirtschafts-Staatssekretärin Dr. Tamara Zieschang betonte in ihrem Vortrag "Gute Fachkräfte – Wachstumsfaktor für den Mittelstand", wie wichtig es sei, dass Politik und Wirtschaft attraktive Rahmenbedingungen schafften, um Fachkräfte auszubilden und zu halten. "Man kann nicht früh genug beginnen, sich um seinen Nachwuchs zu kümmern. Es beginnt bereits in der Schulzeit. Junge Menschen müssen früh begeistert werden, einen bestimmten Beruf zu ergreifen. Nur so heben wir die Potenziale für die Fachkräfte von morgen", so Zieschang. Zudem müsse das bereits vorhandene Potenzial durch gute Personalpolitik stetig weiter- und fortgebildet werden.

In seinem Schlusswort ordnete Peter Michael Stein, Hauptgeschäftsführer der IHK Schleswig-Holstein, das Motto der Veranstaltung noch einmal in das Jahresthema der IHK-Organisation "Gemeinsam für Fachkräfte − bilden, beschäftigen, integrieren" ein. Die Vorträge hätten die unterschiedlichen Stellschrauben aufgezeigt, mit denen die Unternehmen dem drohenden "Brain Drain" entgegensteuern könnten. Für die Zukunft sei entscheidend, dass die Fachkräfteentwicklung ein Teil gelebter Unternehmenskultur würde.

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Die IHK Schleswig-Holstein ist die Arbeitsgemeinschaft der IHKs Flensburg, Kiel und Lübeck. Die IHK Schleswig-Holstein ist seit 1. Januar 2006 der zentrale Ansprechpartner für alle Fragestellungen zum Thema Wirtschaft, die mehr als nur regionale Bedeutung haben. Zu diesen Themen bündelt sie die Meinung der drei IHKs in Schleswig-Holstein, so dass diese gegenüber Politik und Verwaltung mit einer Stimme für die Wirtschaft im Lande sprechen. Die IHK Schleswig-Holstein nimmt die Interessen von 175.000 Unternehmen mit rund 750.000 Arbeitnehmern wahr.

Medieninformation der IHK Schleswig-Holstein vom 23. November 2011

 
 

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