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IHK-Arbeitskreis Steuern fordert umfassende Änderungen bei E-Bilanz
(PDF, 33 KB) (Dokument-Nr.: 92488)
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Unter dem Motto "Elektronik statt Papier" wollte der Gesetzgeber durch die elektronische Übermittlung der steuerlichen Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung (E-Bilanz) ab 2012 helfen, Bürokratiekosten in den Unternehmen einzusparen.
Die Mitglieder des Arbeitskreises Steuern der IHK Schleswig-Holstein begrüßen diesen Ansatz zwar ausdrücklich, sie gehen aber davon aus, dass es durch den von der Finanzverwaltung vorgegebenen Kontenrahmen (Taxonomie) gerade für kleine und mittelständische Firmen zu einem erheblichen zusätzlichen Bürokratieaufwand kommen wird. Beispielsweise sind kleine Kapitalgesellschaften künftig gezwungen, statt bisher 23 nunmehr 178 Positionen in der E-Bilanz anzugeben. "Diese zusätzlichen Belastungen für den Mittelstand sind nicht akzeptabel", betonte Gerdt Klindt, Vorsitzender des Arbeitskreises und Vorstand der Kuhnke AG in Bad Malente, in deren Räumen das Gremium tagte.
"Die Finanzverwaltung verpflichtet Betriebe, Daten nach einer bisher nicht da gewesenen Gliederungstiefe zu übermitteln", so Klindt. "Dies stellt einen direkten Eingriff in die Buchhaltung von Unternehmen dar." Der Arbeitskreis fordert daher, die bürokratischen Hemmnisse konsequent abzubauen, so dass Firmen lediglich die bisher in Papierform einzureichenden handels- und steuerrechtlichen Unterlagen elektronisch übermitteln müssen.
Bisher besteht die Verpflichtung zur Einreichung einer E-Bilanz für alle Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2011 beginnen. Die Finanzverwaltung deutet nun aktuell an, die Verpflichtung zur Abgabe der E-Bilanz – erneut - um ein Jahr auf 2013 zu verschieben und reagiert damit auf die vehemente Kritik der IHKs und Wirtschaftsverbände. Die freiwillige Übermittlung sei dagegen ab 2012 trotzdem möglich.
Die IHK Schleswig-Holstein rät den Betrieben insgesamt, sich frühzeitig mit dem Thema auseinander zu setzen, da erhebliche Umstellungskosten im IT-Bereich sowie Schulungsbedarf bei Mitarbeitern auf sie zukommen werden. Im September bietet die IHK deshalb Informationsveranstaltungen mit Experten zu diesem Thema an. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie unter
www.ihk-schleswig-holstein.de.
Medieninformation der IHK Schleswig-Holstein vom 7. Juli 2011
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