IHK SCHLESWIG-HOLSTEIN
Beratungen zum Wohle des Landes und der Wirtschaft – Erstmals gemeinsame Tagung der drei Vollversammlungen
Im Rahmen des Strategieprojektes Schleswig-Holstein 2030 haben erstmals in der Geschichte der IHK Schleswig-Holstein die drei Vollversammlungen gemeinsam getagt. Die Parlamente der Wirtschaft der IHK zu Flensburg, Kiel und Lübeck haben heute (Donnerstag, 30. Juni 2011) in der ACO-Academy in Büdelsdorf Eckpunkte zum Wohle des Landes und der Wirtschaft beraten.
Vor der gemeinsamen Vollversammlung hatten Unternehmerinnen und Unternehmer aus den drei IHKs in den vergangenen Monaten Inhalte entwickelt, die jetzt schwerpunktmäßig diskutiert wurden. Die Themen waren im Wesentlichen: Fachkräftesicherung, Lebensumfeld und Infrastruktur ausgerichtet auf die Zukunftschancen unseres Landes. "Wir wollen aufzeigen, wo unser Land bessere Lösungen bereitstellen kann, als andere Regionen in Deutschland und weit darüber hinaus", fasste Christoph Andreas Leicht, Präsident der IHK Schleswig-Holstein die Debatte zusammen. Unternehmerinnen und Unternehmer wüssten aus ihrer täglichen Praxis am besten, wo die Stärken des Landes liegen und in welchen Bereichen es Nachholbedarf gebe. "Unser Strategieprojekt baut auf dem sachkundigen und visionären Input der Unternehmer-Kollegen auf." Die IHK Schleswig-Holstein setze voll auf die Expertise ihrer Mitglieder. Dies mache deutlich, dass hier die ehrenamtlich aktiven Unternehmerinnen und Unternehmer der entscheidende Impulsgeber für das Projekt Schleswig-Holstein 2030 seien.
Leicht bezeichnete "Schleswig-Holstein 2030" als Strategie für unsere Zukunft. Nur wenn es gelänge die Potentiale der Region zwischen den zwei Meeren zu heben, "können wir im Wettbewerb der globalisierten Welt bestehen." Nur wenn es der Wirtschaft gut gehe, gehe es dem Land und seinen Menschen gut, brachte Leicht es auf den Punkt.
Im Vorfeld der heutigen Tagung der gemeinsamen Vollversammlungen hat das Institut für Marketing und Tourismus der Fachhochschule Westküste an die 1.900 Unternehmerinnen und Unternehmer zur Bedeutung von rund dreißig Trends- und Handlungsfeldern befragt. Ebenfalls sollten sie ihre Einschätzung abgeben zur Frage, wie Schleswig-Holstein auf die künftigen Herausforderungen vorbereitet ist. In den meisten Fällen seien die Unternehmer aufgeschlossen und positiv gewesen, zitiert Leicht den mit der Durchführung der Befragung beauftragen Professor Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Marketing und Tourismus an der Fachhochschule Westküste. Besondere Bedeutung messen die befragten Wirtschaftsvertreter demnach der demografischen Entwicklung sowie den Themen Fachkräftesicherung und Qualität der Ausbildung bei. Zudem kristallisiert sich heraus, dass die Unternehmen eine leistungsfähige Netzinfrastruktur sowohl in Kommunikations- wie auch bei den Energie- und Versorgungsnetzen sowie im Verkehrsbereich für unabdingbar halten. Weiteren wissenschaftlichen Beistand hat sich die IHK Schleswig-Holstein beim renommierten Institut für Weltwirtschaft geholt. Die Wissenschaftler haben die Vorstellungen der schleswig-holsteinischen Unternehmerschaft mit globalen Entwicklungen abgeglichen. "Die bislang erarbeiteten Grundlagen des Strategiepapiers sind somit auch aus Wissenschaftssicht belastbar", unterstrich Leicht die Seriosität des Strategiepapiers.
Die endgültige Fassung des Papiers wird der Öffentlichkeit nach weiteren Diskussionen und abschließenden Beratungen Anfang 2012 präsentiert. Dabei ist es für Leicht von entscheidender Bedeutung, dass angesichts der bekannten dramatischen finanziellen Rahmenbedingungen ein Wunschkatalog der Wirtschaft nicht das Ziel sein kann und darf: "Vielmehr geht es der IHK Schleswig-Holstein darum, klare Prioritäten für wirtschaftspolitisches Handeln aufzuzeigen und darauf zu drängen, dass die vorhandenen Mittel auch in diesen benannten Bereichen investiert werden." Hierzu werde es konkrete Vorschläge geben.
Medieninformation der IHK Schleswig-Holstein vom 30. Juni 2011

