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IHK SCHLESWIG-HOLSTEIN

Facebook-Debatte: "Blauer Brief" des ULD zu pauschal

Die IHK Schleswig-Holstein bewertet nach eingehender Prüfung den "blauen Brief" des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) an ausgewählte Institutionen und Unternehmen, die Facebook-Angebote abzuschalten, als zu pauschal: Aufgrund der gemachten Ausführungen ist eine rechtliche Überprüfung der Vorwürfe nicht möglich.

Mit dem Schreiben des ULD soll offenbar ein Verwaltungsverfahren eingeleitet werden. Auch die IHK zu Lübeck im Verbund der IHK Schleswig-Holstein hat dieses Schreiben erhalten. Das ULD fordert die adressierten Unternehmen und Institutionen letztmalig auf, ihre Fanpages bis zum 31. Oktober 2011 zu deaktivieren.

"Der Brief wirft zahlreiche Fragen auf. Letztlich sind die rechtlichen Einschätzungen des ULD unzureichend begründet und in der Sache für uns nicht nachvollziehbar", analysiert der Federführer Recht der IHK Schleswig-Holstein, Marcus Schween. Die IHK bedauert das bisherige Vorgehen des ULD, das damit gedroht hatte, Bußgelder bis zur Höhe von 50.000 Euro gegen Nutzer von Facebook Fanpages zu verhängen. Schween fordert die Datenschutzbehörde erneut auf, die Auseinandersetzung in der Sache nicht flächendeckend mit der gewerblichen Wirtschaft sondern stellvertretend mit der IHK zu führen.

Die IHK Schleswig-Holstein rät den angeschriebenen Unternehmen, das Schreiben des ULD sorgsam zu prüfen. Die IHK-Stellungnahme an das ULD ist unter www.ihk-schleswig-holstein.de (Dokumentnummer 95219) abrufbar. Die Rechtsabteilungen stehen allen betroffenen Unternehmen für Auskünfte zur Verfügung.

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Medieninformation der IHK Schleswig-Holstein vom 24. Oktober 2011

 
 

DOKUMENT-NR. 95232

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