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IHK SCHLESWIG-HOLSTEIN

Nachdenken zum Wohle des Landes und der Wirtschaft

Halbzeit beim Brainstorming über Zukunftsthemen der Wirtschaft. Nach den Themenworkshops zog der Präsident der IHK Schleswig-Holstein, Christoph Andreas Leicht, heute (4. Mai 2011) in Kiel eine erste Zwischenbilanz.

Bei dem Projekt "Schleswig-Holstein 2030" handelt es sich um eine Art Masterplan mit den wichtigsten Themen des Landes für die Wirtschaftspolitik im Norden. Die drei IHKs in Flensburg, Kiel und Lübeck entwickeln unter dem Dach der IHK Schleswig-Holstein gemeinsam eine umfassende Zukunftsstrategie für das Land, um sich nachhaltig und langfristig in der Liga der dynamischen Wirtschaftsregionen zu positionieren. "Niemand kann dies besser formulieren als die Wirtschaft selbst. Die IHK setzt hier voll auf die Expertise ihrer Mitglieder", betonte Leicht und fügte an: "Die Landesinteressen lassen sich von seinen Wirtschaftsinteressen nicht trennen". Man könne auch sagen: Nur wenn es der Wirtschaft zwischen Nord- und Ostsee gut gehe, gehe es auch dem Land gut. Dazu gehört nach Auffassung der IHK Schleswig-Holstein auch der Blick über die Landesgrenzen hinweg. Die Potentiale der Region lassen sich nur im Zusammenspiel mit den Nachbarn heben. "Unternehmen sind es ohnehin nicht gewohnt, sich von Verwaltungsgrenzen einengen zu lassen." Auch ihrem Anspruch, in einer größeren Wirtschaftsregion zu denken, kommt die IHK hiermit nach.

YouTube-Kanal Schleswig-Holstein 2030
Alle Videos zum Strategieprojekt "Schleswig-Holstein 2030" im YouTube-Kanal der IHK Schleswig-Holstein

Insgesamt sind an die 1.900 Unternehmerinnen und Unternehmer im Rahmen des IHK-Strategieprojektes "Schleswig-Holstein 2030" zur Bedeutung von rund dreißig Trends- und Handlungsfeldern befragt worden. Ebenfalls sollten sie ihre Einschätzung abgeben zur Frage, wie Schleswig-Holstein auf die künftigen Herausforderungen vorbereitet ist. In den meisten Fällen seien die Unternehmer aufgeschlossen und positiv gewesen, zitiert Leicht den mit der Durchführung der Befragung beauftragen Professor Dr. Bernd Eisenstein vom Institut für Marketing und Tourismus an der Fachhochschule Westküste. Besondere Bedeutung messen die befragten Wirtschaftsvertreter demnach der demografischen Entwicklung sowie den Themen Fachkräftesicherung und Qualität der Ausbildung bei. Zudem kristallisiert sich heraus, dass die Unternehmen eine leistungsfähige Netzinfrastruktur sowohl in Kommunikations- wie auch bei den Energie- und Versorgungsnetzen sowie im Verkehrsbereich für unabdingbar halten.

Ferner wurden alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich in Schleswig-Holstein in IHK-Gremien engagieren, zu vier Themenworkshops eingeladen. Die Inhalte dieser Workshops gingen zurück auf die Ergebnisse der Unternehmensbefragung. Die Themen waren: Lebens-, Lern- und Arbeitswelten; Technologien für Morgen; Wege in die Zukunft und Dienstleistungen für den Menschen. Leicht machte deutlich, dass die Wirtschaft im nördlichsten Bundesland zum weitaus überwiegenden Teil mittelständisch geprägt ist. Es handelt sich in der ganz großen Zahl um Familienunternehmen. "Für diese ist das Denken nicht in Quartalsberichten oder Legislaturperioden, sondern in Generationen üblich", bekräftigte der IHK Schleswig-Holstein-Präsident. Daher sei es für diese Unternehmen besonders wichtig, dass sie Rahmenbedingungen von der Politik definiert bekämen, die über die Legislatur hinausgingen und auf die sie sich verlassen könnten. "Die schleswig-holsteinischen Unternehmerinnen und Unternehmer wissen aus ihrer täglichen Praxis am besten, wo die Stärken unseres Landes liegen und in welchen Bereichen es Nachholbedarf gibt", beschreibt Leicht das Engagement seiner Kollegen an der Mitarbeit in den Workshops und Beratungen: "Unser Strategieprojekt soll auf dem Input der Unternehmer-Kollegen aufbauen." Was alle Beteiligten hier im Moment leisten, lässt sich nach den Worten von Leicht als Nachdenken zum Wohle des Landes und der Wirtschaft bezeichnen.

Als nächstes folgen drei Regionalworkshops, bevor die Vollversammlungen der drei IHKs im Lande die Inhalte diskutieren. Noch im Sommer wird erstmals eine gemeinsame Vollversammlung der beteiligten IHKs die Ergebnisse bewerten und das Strategiepapier "Schleswig-Holstein 2030" beschließen. Im Herbst wird es den IHK-Mitgliedern und der Öffentlichkeit vorgestellt.

Leicht geht davon aus, dass angesichts der bekannten dramatischen finanziellen Rahmenbedingungen ein Wunschkatalog der Wirtschaft nicht das Ziel sein kann und darf: "Vielmehr geht es der IHK Schleswig-Holstein darum, klare Prioritäten für wirtschaftspolitisches Handeln aufzuzeigen und darauf zu drängen, dass die vorhandenen Mittel auch in diesen benannten Bereichen investiert werden." Hierzu werde es konkrete Vorschläge geben.

Hinweis an die Redaktionen
Ein Foto von Präsident Christoph Andreas Leicht können Sie unter
www.ihk-schleswig-holstein.de
Bereich Medien, downloaden.

 
 

DOKUMENT-NR. 89289

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