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IHK zeichnet ehrenamtliche Prüfer aus
(PDF, 71 KB) (Dokument-Nr.: 96466)
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Ohne ehrenamtliche Prüfer aus der Wirtschaft und den Berufsschulen geht es nicht – das betonte Matthias Schulz-Kleinfeldt, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, bei einer Feierstunde für langjährige Prüfer von Aus- und Weiterbildungsberufen. "Allein bei uns sind rund 1.700 Prüfer tätig", sagte Schulz-Kleinfeldt vor 100 Gästen im IHK-Hoghehus in der Lübecker Altstadt.
Er appellierte an die Unternehmen, auch weiterhin Mitarbeiter für die Prüfungen freizustellen. Das sei für die Unternehmen allerdings nicht immer einfach, so Schulz-Kleinfeldt. "Bei unserer IHK kommen pro Jahr mehr als 20.000 Prüfungsstunden zustande. Das entspricht einem geldwerten Vorteil von rund einer Million Euro", sagte er.
Aber das Prüfungswesen sei eine Investition in die Zukunft der Unternehmen und der ganzen Region. "Die Auszubildenden profitieren von der an den Bedürfnissen der Wirtschaft orientierten Ausbildung und dem Sachverstand aus den Betrieben. Und auch für die Unternehmen sind die Erkenntnisse aus den Prüfungen und die Vernetzung von Wirtschaft, Weiterbildungseinrichtungen und Schule eine Bereicherung." Gemeinsam mit dem stellvertretenden Stadtpräsidenten der Hansestadt Lübeck Peter Sünnenwold zeichnete Schulz-Kleinfeldt 95 ehrenamtliche Prüfer für zehn-, 20- oder 30-jähriges Engagement aus.
Deutschland benötige ein Klima der Begeisterung und der Anerkennung für Bildung, forderte Laudator Sünnenwold. "Was in unserem Bildungssystem vermittelt wird, ist im günstigsten Fall Ausbildung, im ungünstigsten Fall Halbbildung. Auf eine profunde und den Erfordernissen unserer modernen Industriegesellschaft angepasste Allgemeinbildung der Berufsanfänger dürfen wir leider nicht zählen." Nötig seien exzellente Bildungsangebote schon in Kindergarten und in der Vorschule, eine individuelle Förderung von Anfang an. Sünnenwold: "Als Projekt strategischer Zukunftssicherung muss Bildungspolitik integraler Bestandteil von Sozial- und Wirtschaftspolitik werden und ins Zentrum aller Parteien rücken."
Die Übernahme von Ehrenämtern und das ehrenamtliche Engagement sollte jeder als staatsbürgerliche Pflicht empfinden. "Durch Sie sind die Berufsschulen zusammen mit den Ausbildungsbetrieben der Wirtschaft ein wichtiger und verlässlicher Partner für die berufliche Ausbildung der jungen Leute in unserer Region geworden. Sie kommen dem Bildungsauftrag verantwortungsbewusst nach und gewährleisten die Qualität der beruflichen Bildung", sagte Sünnenwold zu den geehrten Prüferinnen und Prüfern.
"Der demografische Wandel stellt uns vor große Herausforderungen: Wir müssen weiterhin auf hohem Niveau ausbilden, um eine gute Adresse für die Fachkräfte von morgen zu sein, und wir müssen auch Schwächere fördern und ihnen mit einer soliden Ausbildung eine Chance geben. Wenn uns das gelingt, hat die Wirtschaft im HanseBelt eine gute Position im Wettbewerb der Regionen", betonte der Hauptgeschäftsführer. Er ergänzte, dass Bildung eine Kernaufgabe der Industrie- und Handelskammern sei. "Und die Prüfer bilden einen der wesentlichen Eckpfeiler unserer Arbeit. Das vertrauensvolle Zusammenwirken von Ehrenamt und Hauptamt ist eines der obersten Gestaltungsprinzipien der Selbstverwaltungsorganisation der Wirtschaft", sagte er.
Medieninformation der IHK zu Lübeck vom 15. November 2011.
© Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern zu Flensburg, zu Kiel und zu Lübeck
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. Bei den Links zu externen Seiten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, für die die Arbeitsgemeinschaft keine Haftung übernimmt und deren Inhalt sich die Arbeitsgemeinschaft nicht zu eigen macht.
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