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Mittelstand will stärker an Normung beteiligt werden
(PDF, 60 KB) (Dokument-Nr.: 96568)
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Normungsarbeit lohnt sich für den Mittelstand – zu diesem Ergebnis kamen die Mitglieder des Ausschusses für Industrie und Technologie der IHK zu Lübeck. Der Vorsitzende des Gremiums, IHK-Vicepräses Ernst-Jürgen Gehrke, forderte eine stärkere Lobby des Mittelstands bei Normenerarbeitungen, da 98 Prozent der Unternehmen in der EU dem Mittelstand angehören.
Unterstützung erhält der Ausschuss vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Eva Schulz-Kamm, die für Normungspolitik zuständige DIHK-Referentin, erläuterte in der Sitzung bei der Hela Gewürzwerk Hermann Laue GmbH in Ahrensburg, dass der DIHK in seiner Stellungnahme zum im Sommer durch die Europäische Kommission veröffentlichten Normungspaket (Verordn.Nr. COM (2011) 315 und Mitteilung Nr. COM (2011) 311) die stärkere Einbeziehung von kleinen und mittleren Unternehmen in die Normungsverfahren fordert.
Wie wichtig die direkte und aktive Gestaltung ist, betonte Bernd Brandes, Geschäftsführer der Brandes GmbH mit Sitz in Eutin. Er hatte berichtet, dass eine neue Norm vor einigen Jahren beinahe sein Produkt „vom Markt gefegt“ hätte. Nur durch kurzfristige persönliche Einflussnahme auf das Verfahren gelang es damals buchstäblich in letzter Minute, die Norm mitzugestalten und damit das Unternehmen zu retten. Brandes ist überzeugt, Kenntnisse des Normungsverfahrens und die Mitwirkung in den Normungsgremien seien gerade für den Mittelstand (über-)lebensnotwendig.
Jörg Förster, Geschäftsführer der SUMITOMO ELECTRIC Schrumpf-Produkte GmbH in Norderstedt, vertrat die Ansicht, dass mehr aktive Mitarbeit von Anwendern in den Normungsausschüssen nötig sei. Über diese aktive Gestaltung könne die Wirtschaft am effizientesten sicherstellen, dass jede einzelne Regelung einer Normen praktikabel und damit auch realisierbar ist. Stefan Stengel, Inhaber von glocal consult e.K. in Lübeck, hat bereits positive Erfahrungen in einer Arbeitsgruppe gesammelt, die in einem Zeitrahmen von einem Jahr einen Leitfaden für die Einführung von Social Media in Unternehmen wie einen Industriestandard erarbeitet hat. Er empfand die Arbeit dort als konstruktiv und angenehm, für ihn selbst bereichernd und als gute Reputation gegenüber Kunden.
Normungsarbeit sei von großem Interesse für den Mittelstand, fasst der Ausschussvorsitzende Gehrke zusammen. Die IHK-Organisation werde sich bei der Politik weiterhin für mittelstandsfreundliche Normung einsetzen und ihr bestehendes Angebot zur Normenberatung optimieren.
Mehr Neuigkeiten finden Sie im Newsroom der IHK zu Lübeck:
www.ihk-schleswig-holstein.de/newsroom-ihkluebeck
Medieninformation der IHK zu Lübeck vom 18. November 2011.
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