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US-Botschafter erläutert transatlantische Perspektiven
(PDF, 63 KB) (Dokument-Nr.: 94389)
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Die HanseBelt Region und besonders die Hansestadt Lübeck sind von großer Bedeutung für die USA. Das sagte US-Botschafter Philip D. Murphy gestern bei einem von der IHK zu Lübeck organisierten Gespräch mit Unternehmern. Als Stammsitz des international renommierten Dräger-Konzerns sei Lübeck in den Vereinigten Staaten bekannt.
Zudem gebe es in der Region weitere namhafte Unternehmen, die intensive Wirtschaftsbeziehungen zu den USA unterhalten, betonte der Diplomat, der gemeinsam mit der Hamburger US-Generalkonsulin Inmi Kim Patterson in das IHK-Hoghehus in die Lübecker Altstadt gekommen war.
Harvard-Absolvent Murphy hatte vor seinem Dienstantritt in Berlin leitende Funktionen beim Finanzdienstleister Goldman Sachs. Er ist Mitglied der Demokratischen Partei und zählt zu den Freunden und Vertrauten von US-Präsident Barak Obama. IHK-Präses Christoph Andreas Leicht freute sich, den ausgewiesenen Wirtschaftsexperten als Gesprächspartner für die regionale Wirtschaft begrüßen zu können. Murphy erläuterte die Hintergründe der Finanzkrise von 2008 und die Konsequenzen, die die USA daraus gezogen hätten. Die Weltwirtschaft werde die Folgen der Krise schon bald überwunden haben, dafür sei es allerdings notwendig, dass Amerika und Europa, die ähnliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Strukturen hätten, wieder stärker an einem Strang zögen. Das gelte im Besonderen für die großen und starken Wirtschaftsnationen Deutschland und USA: "Unsere gemeinsame transatlantische Herkunft ist unsere Zukunft", so Murphy. Auch die Wirtschaftsstruktur der Vereinigten Staaten erläuterte er und betonte unter anderem, dass rund 99 Prozent der US-Unternehmen keine Waren ausführen würden. Eine Tatsache, die bei der Bedeutung der Exportnation überraschen würde, ergänzte er.
Von Lübeck war Murphy begeistert. "Ich bin zum ersten Mal hier, aber ich liebe diese Stadt", sagte er und kündigte an, mit seiner Familie wiederzukommen. Der Botschafter würdigte die Offenheit und Freundlichkeit des Empfanges durch die Wirtschaft.
Medieninformation der IHK zu Lübeck vom 20. September 2011
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