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IHK ZU LÜBECK

Große Chancen für gute Ausbildungsbetriebe

Als einen vorbildlichen Ausbildungsbetrieb lobte Schleswig-Holsteins Finanzminister Rainer Wiegard die Bunkus GmbH Verpackungswerk in Bad Oldesloe. Das Unternehmen stellt einen Auszubildenden mit Hauptschulabschluss für den anspruchsvollen Lehrberuf Verpackungsmitteltechnologe ein.

"Sie haben eine gute Einstellung. Wir müssen alle jungen Leute einsammeln und mitnehmen, denn die 'Ware' Auszubildender wird knapp", sagte der Minister zu Bunkus-Geschäftsführer Klaus Markward. Dieser hatte bei einem Besuch von Matthias Schulz-Kleinfeldt, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Lübeck, und Wiegard berichtet, dass sein auf die Verarbeitung von Wellpappe spezialisiertes Unternehmen gute Erfahrungen mit dem jungen Mann gemacht habe, der über die Schule bereits seit einem Jahr einmal in der Woche bei Bunkus arbeitet. Der Jugendliche habe sich hervorragend in das Team integriert und eine hohe soziale Kompetenz bewiesen, betonte Markward.

Insgesamt bildet das Unternehmen mit 31 Mitarbeitern zurzeit drei Lehrlinge aus. "Die Anforderungen an den Verpackungsmitteltechnologen sind hoch", sagte Markward. Schwerpunkte der Ausbildung sind unter anderem Papiererzeugung und –verarbeitung, Elektronik, Technik und Chemie. Die Übernahmeaussichten bei Bunkus sind gut. "Wir bilden für den eigenen Bedarf aus. Solche Spezialisten sind auf dem Markt nicht zu bekommen", so Markward. Daher fördere die Firma auch die Weiterbildung eines Gesellen zum Industriemeister. IHK-Hauptgeschäftsführer Schulz-Kleinfeldt lobte dieses Engagement. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sollten die Firmen alle Mitarbeiter unabhängig vom Alter regelmäßig zu Weiterbildungen schicken, um die Produktivität zu erhalten oder zu fördern. Auch die "Generation Erfahrung" sollte dabei stärker in den Fokus der Personalentscheider rücken, ergänzte Dr. Ulrich Hoffmeister, Leiter des IHK-Geschäftsbereiches Aus- und Weiterbildung.

Noch keine Probleme mit dem demografischen Wandel hat Hans-Jürgen Simmersbach, Geschäftsführer der Fitness World in Bad Oldesloe. Das Unternehmen bildet jährlich einen Sport- und Fitnesskaufmann beziehungsweise –kauffrau aus. Für die jahrelange kontinuierliche Ausbildung auf einem hohen qualitativen Niveau erhielt Simmersbach von Schulz-Kleinfeldt, Wiegard und Hoffmeister den IHK-Ausbildungs-Award 2011. "Die besten Chancen im Wettbewerb um den Nachwuchs haben Unternehmen, die bisher gut ausgebildet haben. Fitness World ist ein gutes Beispiel dafür", sagte der Finanzminister.

Diese Erkenntnis setze sich allmählich bei den Betrieben durch, ergänzte Schulz-Kleinfeldt. "Das erkennen wir an den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen: Ihre Zahl ist schon früh im Jahr hoch gewesen, viele Unternehmen stellen über Bedarf ein, um sich rechtzeitig die Fachkräfte von morgen zu sichern." Da vielen Betrieben die Ressourcen für die Suche nach Auszubildenden fehlen, unterstützt die IHK unter anderem mit der Erschließung neuer Potenziale auf dem Ausbildungsmarkt: Jugendliche mit Migrationshintergrund und beispielsweise junge Mütter in einer Teilzeitausbildung sind ebenso im Fokus wie als lernschwach eingestufte Schüler, die über eine Einstiegsqualifizierung in eine geregelte Ausbildung wechseln können, erläuterte der Hauptgeschäftsführer.

Medieninformation der IHK zu Lübeck vom 8. Juli 2011

 
 

DOKUMENT-NR. 92503

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