Externe Links
-
Verein der Freunde und Förderer Technische Sammlung Dr.-Ing. Rudolf Hell in Kiel e.V. (Link: http://www.hell-kiel.de)
Sie befinden sich hier: Home > Regionales > "Thomas Edison der grafischen Industrie"
Schon als Schüler übertraf der "größte Erfinder seit Gutenberg" seine Mitschüler in Physik und Mathe. Seine späteren Erfindungen haben die Arbeitswelt grundlegend verändert. Die IHK zu Kiel zeigt schon sehr bald eine Ausstellung zu Ehren des Erfinders und Unternehmers. Zur Ausstellungseröffnung am Dienstag, den 26. Juni 2012, um 18 Uhr in der Merkur-Galerie der IHK zu Kiel laden wir Sie herzlich ein.
Dr. Hell-Straße
1901 im bayrischen Eggmühl bei Regensburg als Sohn eines Bahnbeamten geboren, studierte Rudolf Hell später an der Technischen Hochschule München und startete bereits Mitte der zwanziger Jahre seine einzigartige Karriere als Erfinder.
© Angela Kroeker
Zoom
Dr. Rudolf Hell mit Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg und Bundespräsident Heinrich Lübke (2. v. li.).
Die Stadt Kiel hat 2001 eine Straße nach Dr. Hell benannt, der seit Ende der vierziger Jahre in Kiel wirkte. In guter Verfassung und mit wachen Augen verfolgte der damals beinahe 100-jährige in Begleitung seiner Frau die Zeremonie und lauschte den Reden von Oberbürgermeister Norbert Gansel und Heidelberger-Vorstand Wolfgang Pfizenmaier. Mit der Umbenennung des Siemenswall in "Dr.-Hell-Straße" ehrte die Landeshauptstadt Kiel einen ihrer kreativsten Mitbürger.
Mit dem Erfinder-Unternehmer sind bahnbrechende Erfindungen und technischer Fortschritt in der Kommunikationstechnik verbunden. Wenn heute Bilder per Funk oder Schriftstücke mit dem Telefon übertragen werden, Zeitungsseiten in Minutenschnelle gesetzt und Farbbilder elektronisch reproduziert werden können, steht dahinter immer die gleiche Idee der Bildzerlegung, die Hell schon in den zwanziger Jahren in seinem bekannten Hell-Schreiber angewandt hat. Das Grundprinzip, bildliche Darstellungen in Punkte aufzulösen und elektronisch weiterzuverarbeiten, hat Hell konsequent weiterverfolgt.
Telebildgeräte und Elisabeth II
Der Kieler Ehrenbürger gilt für viele als der größte Erfinder seit Gutenberg, dem Erfinder des Buchdrucks. Hell ist für seine Verdienste vielfach international ausgezeichnet und gewürdigt worden, so mit dem Gutenberg-Preis, dem Werner-von-Siemens-Ring, der Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule München und dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern. Mit 25 Jahren gelang Hell die Konstruktion der Bildzerlegerröhre für das Fernsehen. 26-jährig promovierte er mit seiner Arbeit über Funkpeilung für die Luftfahrt. Mit dem Krieg ging seine in Berlin-Babelsberg gegründete Firma verloren. Hell, das personifizierte Know-how, störte das wenig. „All´ das Meine trag ich bei mir“, zitierte der Erfinder den griechischen Spruch und begann 1947 in Kiel von neuem. Über seine Telebild-Geräte kamen die ersten Bilder von der Krönung Elisabeth II. ebenso wie die Amateurfilmaufnahmen von der Ermordung John F. Kennedys. Und wenn Hell die Stapelläufe von 200.000 Tonnen-Tankern an der Kieler Förde miterlebte, freute er sich, dass auf der Brücke Geräte mit seinem Namenszug standen.
Ende der 1960er Jahre arbeiteten bei "Dr. Hel" 2.100 Mitarbeiter. Der Umsatz wurde damals auf 100 Millionen Mark geschätzt. Bis zu 13 Prozent hiervon steckte Hell in die Forschung und Entwicklung. In den 1990er Jahre erzielte Hell einen Jahresumsatz von bis zu 684 Millionen Mark und beschäftige mehr als 2.800 Mitarbeiter. Da der geniale Erfinder ohne familiären Betriebsnachfolger blieb, wurde das Unternehmen schrittweise von der Siemens AG übernommen und ging dann in der Linotype-Hell-Gruppe auf, die später von der Heidelberger Druckmaschinen AG übernommen wurde. Zu seinem hundertsten Geburtstag richtete die Stadt Kiel einen Empfang im Rathaus für den Jubilar aus. "Sicher der Größte nach Edison", so bewertete 1970 Gibson McCabe, der damalige Verlagschef des amerikanischen Magazins "Newsweek", das Schaffen des gebürtigen Bayern und Wahlkielers.
Hell schaffte es nicht nur, neue Technik zu erfinden, sondern diese auch zur Alltagstauglichkeit weiterzuentwickeln. So sind Scanner und Faxgeräte aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die digitale Nachbearbeitung von Fotos auf dem Laptop ist heute für uns genauso selbstverständlich wie Bilder mit einem Mausklick rund um den Globus zu senden.
Die Ausstellung wird eröffnet von Dr. Jörn Biel, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Kiel, und Prof. Joseph Hoppe, stellvertretender Direktor Deutsches Technikmuseum Berlin. Das Schlusswort hält Veronika Hell.
Ausstellungseröffnung
Dienstag, 26. Juni 2012, 18 Uhr, Merkur-Galerie, Bergstraße 2, 24103 Kiel
Die ausgewählten Objekte, die die zahlreichen Erfindungen und Entwicklungen des Unternehmers Dr. Rudolf Hell dokumentieren, sind vom 27. Juni bis zum 30. August 2012 Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und Freitag bis 15:30 Uhr zu besichtigen.
Führungen durch die Ausstellung
Historiker Timo Erlenbusch: Montag, 2. Juli; Montag, 30. Juli; Montag, 27. August; jeweils um 10 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Von der Ostsee bis an die Elbe vertritt die IHK zu Kiel die Interessen der gewerblichen Wirtschaft und setzt sich für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Bezirkes ein. In den kreisfreien Städten Kiel und Neumünster sowie in den Kreisen Pinneberg, Plön, Rendsburg-Eckernförde und Steinburg ist sie das Sprachrohr von rund 65.000 Unternehmen. mehr
Die primären Aufgaben der IHK-Zweigstelle in Rendsburg liegen im Bereich beruflicher Ausbildung. Von hier aus werden für ganz Schleswig-Holstein die Ausbildungsverhältnisse in der Bauwirtschaft betreut. Auch Themen wie Tourismus und Perspektiven des ländlichen Raumes prägen maßgeblich die Arbeit der Zweigstelle. mehr
Als Logistikzentrum und Standort mit guter Industriedichte arbeitet die kreisfreie Stadt Neumünster an der Entwicklung ihrer Potenziale. Die Zweigstelle der IHK zu Kiel begleitet diesen Prozess vor Ort mit den Schwerpunkten Berufsausbildung, Organisation von Stadtmarketing und Tourismus, Verkehrs- und Einzelhandelsentwicklung. mehr
Im Wirtschaftsgürtel um die Metropole Hamburg gelegen, vertritt die Zweigstelle der IHK zu Kiel in Elmshorn die Interessen der in den Kreisen Pinneberg und Steinburg ansässigen Unternehmen. Der Service umfasst unter anderem die Berufsbildung, Existenzgründer- und Firmenberatung, Außenwirtschaftsdokumente, Einzelhandelsfragen. mehr
© Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern zu Flensburg, zu Kiel und zu Lübeck
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. Bei den Links zu externen Seiten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, für die die Arbeitsgemeinschaft keine Haftung übernimmt und deren Inhalt sich die Arbeitsgemeinschaft nicht zu eigen macht.
www.ihk-schleswig-holstein.de
© Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern zu Flensburg, zu Kiel und zu Lübeck
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. Bei den Links zu externen Seiten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, für die die Arbeitsgemeinschaft keine Haftung übernimmt und deren Inhalt sich die Arbeitsgemeinschaft nicht zu eigen macht.
www.ihk-schleswig-holstein.de