IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater stärkt den Zweigstellen in Rendsburg und Neumünster den Rücken
Der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Kiel, Klaus-Hinrich Vater, hat den Zweigstellen in Rendsburg und Neumünster eine große Bedeutung zugesprochen. Bei seinem Besuch in Neumünster sagte er: »Hier in der Mitte des Kieler IHK-Bezirks ist es die Zweigstelle Neumünster, die die Fahne hoch hält und der IHK ein Gesicht gibt.« Vater tauschte sich mit den Mitarbeitern der Zweigstelle aus und betonte: »Hauptmerkmal der IHK-Arbeit überall dort, wo sie sich unmittelbar an die Unternehmen richtet, ist die Ortsnähe. Diese ist für jede IHK wesentlich, wenn sie den Anspruch erfüllen will, vor Ort auf der Höhe der Diskussion zu sein und das Ohr am Puls des Geschehens zu haben.« Dem Anspruch werde die IHK zu Kiel durch ein schlagkräftiges System von Zweigstellen gerecht. Dieser Anspruch war ihm auch am Vortag nicht weniger wichtig, als er die Zweigstelle in Rendsburg besuchte. Der Kreis Rendsburg-Eckernförde sei als ein Standort mit langer Tradition und einem großen Einzugsgebiet ein wichtiger Bestandteil des gesamten Bezirks der IHK zu Kiel.
Darüber hinaus betonte Vater, dass beide Zweigstellen durch ihre Arbeit umfangreiches Wissen um Betriebe und Verhältnisse in der Region gewinnen, die dann in die Gesamtarbeit der IHK einfließen. Organisation der Aus- und Weiterbildung, Beratung von Betrieben und Existenzgründern, Betreuung von Wirtschaftsjunioren, Ausstellen von Dokumenten in der Außenwirtschaft sowie substanzielle Exportberatung gehören genauso dazu wie intensive Kontaktpflege zu den Mitgliedsbetrieben gleichermaßen wie zur Politik und Verwaltung vor Ort.
Ferner machte der IHK-Präsident an einigen Zahlen die schwierige Situation im Wirtschaftsraum Neumünster deutlich: Zum 01.01.2009 beheimatete die Stadt Neumünster 3.759 IHK-zugehörige Unternehmen, was einen Anteil am IHK-Bezirk von 6,1 Prozent entspricht. Zehn Jahre vorher kam Neumünster mit 3.394 Unternehmen noch auf einen Anteil von 6,8 Prozent. Bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen ist in dem Zehnjahreszeitraum die Zahl von 31.263 auf 31.203 ganz leicht gesunken, während im IHK-Bezirk ein Zuwachs um zwei Prozent zu verzeichnen war. Die Bevölkerung schrumpfte von 80.803 auf 77.100, ein Rückgang um 4,6 Prozent, während der IHK-Bezirk als Ganzes ein Plus von 1,6 Prozent verbuchen konnte. IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater dazu: »Diese Zahlen machen deutlich: Die Stadt Neumünster ist nicht gerade auf Rosen gebettet und steht auch hinsichtlich der demografischen Entwicklung vor großen Herausforderungen. Umso mehr gilt es, bestehende Chancen zur Attraktivitätssteigerung wie ein Einkaufszentrum in der Innenstadt oder die Modernisierung des Holstenhallen-Komplexes zügig und konsequent voranzutreiben.«
Zum Designer Outlet Center (DOC) äußerte sich Vater wie folgt: »Die IHK zu Kiel hält nach wie vor den von der Stadt Neumünster gewählten Standort für ein Designer Outlet Center aufgrund seiner nicht integrierten Lage für den falschen Standort, da damit negative Einwirkungen auf die Entwicklung der Innenstadt Neumünsters eintreten werden. An die im augenblicklichen Rechtstreit Beteiligten richtet die IHK zu Kiel den Wunsch, nunmehr die juristischen Argumente zu hören. Aus Sicht der IHK dürfe es nicht sein, dass sich die DOC-Planungen mit den Entwicklungen eines innerstädtischen Einkaufsbereichs gegenseitig blockieren.« Vater: »Es ist wie immer im wirtschaftlichen Leben: Stillstand und Planungsunsicherheit führen in der Regel zu den schlechtesten Ergebnissen für alle Beteiligten.«

