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Die Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 hat sich auf die Berufsausbildung ausgewirkt. Rekorde wie 2002 bis 2008 waren nicht zu erwarten wegen zurück gehenden Schulabgängerzahlen. Eine Ausbildungskrise gab es nicht. Die Ausbildungschancen haben sich vielmehr durch über der Bewerberzahl liegende Ausbildungsangebote verbessert.
Krisenresistenz in der Ausbildung
2009 war von der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt, die auch an der Berufsausbildung nicht spurlos vorübergegangen ist. Weitere Rekorde, wie in den Jahren von 2002 bis 2008, waren daher nicht zu erwarten.
© IHK zu Kiel
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Freisprechung Druckberufe am 25. Juni 2009
Das hängt auch mit zurück gehenden Schulabgängerzahlen zusammen. Eine Ausbildungskrise gab es definitiv nicht. Vielmehr haben sich die Ausbildungschancen der Jugendlichen 2009 sogar deutlich verbessert, weil die Zahl der Ausbildungsangebote deutlich über der Bewerberzahl lag. Auch für 2010 ist Zuversicht angezeigt.
Bilanz 2009
2009 konnten die Industrie- und Handelskammern in Schleswig-Holstein 11.246 neue Lehrverträge für Bereiche Industrie, Handel und Dienstleistungen eintragen, gegenüber 11.854 Verträgen im Jahr zuvor.
© DIHK
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Bestenehrung Dezember 2009
Das bedeutet einen leichten Rückgang um 608 Verträge (5,1 Prozent). Auch gegenüber der bundesweiten Entwicklung mit einem Rückgang von knapp zehn Prozent kann die Situation in Schleswig-Holstein als stabil bezeichnet werden. Schleswig-Holstein belegt im Bundesvergleich den zweiten Platz der Krisenresistenz des Ausbildungsverhaltens.
Die IHKs konnten mehr als 1.000 neue Ausbildungsbetriebe mit über 1.600 neuen Ausbildungsplätzen sowie 520 Plätzen für Einstiegsqualifizierung (EQ) gewinnen. In schwierigem Umfeld hat die Ausbildungsbereitschaft ihr hohes Niveau gehalten. Die Ausbildungszahlen lagen über 20 Prozent höher als im Jahr 2003, dem Jahr vor dem Start des Ausbildungspaktes.
© Bilderbox
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Erfreulicherweise haben sich die Ausbildungschancen der Jugendlichen deutlich verbessert. Die Zahl der Angebote lag spürbar über der Bewerberzahl. Schwieriger ist die Lage für Betriebe geworden bei der Suche nach geeigneten Bewerbern. Leider konnten vermehrt Betriebe ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen, weil sie keine geeigneten Bewerbungen erhielten. Das bereits bekannte Qualitätsproblem hat sich weiter verschärft.
Betriebe haben Kurs gehalten
Damit hat sich die wichtige Botschaft der IHK-Unternehmensbefragung erfüllt. 72 Prozent der Ausbildungsbetriebe wollten ihr Ausbildungsengagement konstant halten oder ausbauen. Viele Unternehmen haben den demografiebedingten Fachkräfteengpass stärker gewichtet als die aktuelle wirtschaftliche Lage.
© Sven Rohr
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Klaus-Hinrich Vater bei der Nordjob-Fachmesse 2009
Daher haben eingetrübte Geschäftsaussichten nur teilweise auf den Ausbildungsmarkt durchgeschlagen. Insgesamt hat auch die Unternehmensstruktur in Schleswig-Holstein mit einer Dominanz von kleinen und mittelgroßen Unternehmen einen stabilisierenden Effekt ausgeübt.
Perspektive 2010: Zuversicht ist angesagt
Eine Prognose für 2010 berücksichtigt mehrere Entwicklungen: leicht wirtschaftliche Aufwärtstendenz, anhaltende Anspannung auf dem Arbeitsmarkt, leicht rückläufige Schulabgängerzahlen und nur bedingt einschätzbares Bildungswahlverhalten. Alles in allem dürfte sich die stabile Tendenz des Jahres 2009 fortsetzen.
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