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IHK ZU KIEL

International

Die negative Entwicklung der Außenwirtschaftszahlen 2009 der Unternehmen in Schleswig-Holstein konnte angesichts der weltweiten Turbulenzen Europapuzzle © Bilderbox Zoom

ebenso wenig überraschen wie der Umstand, dass Geschäftsbeziehungen mit europäischen Partnern überdurchschnittlich stark gelitten haben. Grund hierfür sind die engen arbeitsteiligen Prozesse gemeinsamer grenzüberschreitender Wertschöpfungsketten in Europa.

Die Verwerfungen auf den Weltmärkten haben unsere Mitgliedsunternehmen veranlasst, etablierte Strategien auf Verbesserungsmöglichkeiten hin zu untersuchen oder neue Szenarien für eine verbesserte Präsenz auf wichtigen Märkten zu entwickeln. Hieraus resultierte ein spürbar höherer Beratungsbedarf unserer Mitgliedsunternehmen zu Themen wie Marktent­wicklung, Vertriebsaufbau im Gastland, rechtliche Rahmenbedingungen, Geschäftsgepflogenheiten oder auch dokumentäre Pflichten bei der Ausfuhr und Einfuhr von Waren. Hier registrierten wir auch eine vermehrte Inanspruchnahme durch den Dienstleistungssektor im IHK-Bezirk. Windräder vor Rapsfeld © Bilderbox Zoom

Und ebenso gab es Branchen wie die Erneuerbaren Energien, die auf einem großen Wachstumsfeld agierten und über die IHK neue Kontakte zu festigen suchten. Hier war insbesondere das Netz der Auslandshandelskammern eine bewährte Stütze.

Hinter uns liegt das erste volle Geschäftsjahr mit einer gemeinsamen Leitung der Geschäftsbereiche International der Industrie- und Handelskammern zu Kiel und zu Lübeck: Die Kommunikation zwischen den Häusern wurde verbessert, der Wissensaustausch spürbar erhöht und die Arbeitsteilung effizienter gestaltet.

Hierzu beigetragen hat auch der vermehrte Einsatz digitaler Prozessangebote der IHK, allen voran die Möglichkeit zur elektronischen Beantragung von Ursprungszeugnissen. Hier verzeichnen wir einen stetigen Anstieg teilnehmender Unternehmen. Mit Einsatz einer digitalen Signaturkarte der IHK entfallen lange Wege und Wartezeiten.

Seit 1. Juli 2009 ist die Nutzung der elektronischen Ausfuhranmeldung über die Zollanwendung ATLAS für alle Unternehmen verpflichtend. Seither werden schriftliche Zollmeldungen und Verwaltungsakte durch elektronische Nachrichten ersetzt. Comutertastatur © Bilderbox Zoom

Zur Vorbereitung auf diese neue verpflichtende Anwendung unterstützte das Team International der IHK zu Kiel die Unternehmen mit einer Vielzahl von Anwenderschulungen, Veranstaltungen und Beratungen. Parallel dazu standen wir in einem engen Austausch mit den zuständigen Stellen in der Bundeszollverwaltung mit dem Ziel, extreme Anforderungen zu nivellieren und den Aufwand der Unternehmen zu minimieren.

Für die Diskussion von Spezialthemen haben wir im Berichtsjahr die Arbeitskreise Export-Kontrollrecht sowie Zoll und Bescheinigungen ins Leben gerufen – beides mit großem Erfolg. Daneben hat der Arbeitskreis International der IHK zu Kiel seine Arbeit fortgesetzt, unter anderem mit einer Gemeinschaftsveranstaltung mit der Handelskammer Hamburg und den schleswig-hol­steinischen Schwesterkammern.

Selbstverständlich war uns auch in 2009 die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderungs- und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH ein zentraler Baustein für eine optimale Betreuung unserer Mitgliedsunternehmen.

 
 

DOKUMENT-NR. 27677

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