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IHK ZU KIEL

Standortpolitik

Die Bedingungen für unternehmerisches Handeln müssen auch im Bezirk der IHK zu Kiel weiter verbessert werden. Standort ist dort, wo gewirtschaftet wird. Dort ist auch die IHK und kümmert sich um die Qualität der Wirtschaftsstandorte.

Zum Jahresbeginn 2009 wurde auch der IHK-Bezirk von den negativen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise getroffen. Besonders stark traf der Einbruch der Exportnachfrage das verarbeitende Gewerbe und die Logistikwirtschaft. Rettungsring vor Containerschiffen © Frank Behling Zoom

Der IHK-Konjunkturklimaindex erreichte einen historischen Tiefpunkt. Im weiteren Jahresverlauf ging es aber konjunkturell in kleinen Schritten bergauf.

Stabilisierend wirkten sich dabei die Entwicklung im Einzelhandel und bei den Dienstleistungen aus. Den überwiegend mittelständisch geprägten Unternehmen im IHK-Bezirk gelang es, die Stammbelegschaften weitgehend zu halten. Unsere IHK unterstützte diese Bemühungen durch mehrere Informationsveranstaltungen zum Thema "Kurzarbeitergeld und Qualifizierung". Unsere darüber hinaus zum Thema "Finanzierung des Aufschwungs" durchgeführten Umfragen ergaben, dass es in Schleswig-Holstein keine Kreditklemme gibt, die Finanzierungsbedingungen für die Unternehmen jedoch schwieriger geworden sind.

Angesichts leerer öffentlicher Kassen treten auch im IHK-Bezirk Kommunen und deren Stadt- und Gemeindewerke zunehmend in Konkurrenz zur Privatwirtschaft. Die IHK hat dieses brisante Thema im vergangenen Jahr aufgegriffen und mit einem Positionspapier, einer Informationsveranstaltung und einer Pressekonferenz eine teilweise heftig geführte Diskussion angestoßen.

Angesichts der festen Fehmarnbeltquerung hat die IHK Initiativen zu großräumigen Kooperationen entlang der Achsen A7/215 und der A23/B5 angestoßen, die sie auch weiterhin unterstützt. Ziel ist es, Wirtschaftsimpulse auch in die Regionen Schleswig-Holsteins zu lenken, die nicht zwischen Hamburg und Kopenhagen liegen. Modell der Fehmarnbeltbrücke © Femern A/S Zoom Modell der Fehmarnbeltbrücke

Um für die künftig wieder steigenden Verkehre gerüstet zu sein, ist die geplante A20/22 mit fester Elbequerung am wichtigsten für Schleswig-Holstein. Doch auch raumstrukturell ist sie von großer Bedeutung: Wie ein IHK-Positionspapier unterstreicht, ermöglicht sie es der Unterelberegion, ihre Funktion als Küstenstandort auszubauen. Dazu ist auch die Anpassung des Nord-Ostsee-Kanals an den Verkehrsbedarf nötig, den die IHK ebenso begleitet wie den Erhalt des Flughafens in Kiel. Zur Sicherstellung der beschleunigten Finanzierung wie auch des Ausbaus von Seehafenhinterlandanbindungen hat sich die IHK in die Diskussion um eine vorrangige Mittelbereitstellung für Projekte mit nationaler Bedeutung eingebracht.

Ein gravierender Standortnachteil für Straßengüterverkehr und Hafenwirtschaft zeichnete sich 2009 durch neue Regelungen für das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für LKWs ab. Es gelang der IHK, die bestehende Genehmigungspraxis von Ausnahmen zu verlängern und der Branche so die dringend benötigte Flexibilität zu erhalten. LKW Ökoliner © IHK zu Kiel Zoom LKW Ökoliner

Erfolgreich setzte sich die IHK zu Kiel auch für erste Referenzstrecken in Schleswig-Holstein für "Ökoliner" mit einer Länge von 25,25 Meter und einem zulässigen Gesamtgewicht von 40 Tonnen ein. Die Beschränkung von Konzessionen im Taxi- und Mietwagengewerbe verhindert den Wettbewerb und geht zu Lasten von Existenzgründern. In Gesprächen mit Ordnungsbehörden und Vertretern des Gewerbes drang die IHK daher auf eine bessere Aufsicht des Gewerbes. Eckpfeiler soll eine sorgfältigere Prüfung der persönlichen Zuverlässigkeit bei der Konzessionsverlängerung sein, um die ordnungsgemäß wirtschaftenden Unternehmen vor widerrechtlich erlangten Wettbewerbsvorteilen der Konkurrenz zu schützen.

Durch die Mitherausgabe des Maritimen Jahrbuchs Schleswig-Holstein und die Unterstützung der maritimen Kongress- und Messeveranstaltung "InWaterTec" hat die IHK zur Stärkung unseres Landes als maritimer Standort beigetragen. Demselben Ziel dient ihre Förderung des Maritimen Clusters Schleswig-Holstein. Mit ihrer Forderung, es mit dem maritimen Cluster Hamburgs zusammenzuführen, strebt sie an, die Synergieeffekte zu realisieren, die sich aus den komplementären Wirtschaftsstrukturen beider Standorte ergeben.

 
 

DOKUMENT-NR. 27673

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