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„Kurs09: Volle Kraft für den Mittelstand” lautete das Motto der IHK Schleswig-Holstein im Wirtschaftskrisenjahr 2009. Diese kurze Jahresrückschau beschränkt sich daher auch auf die Aktivitäten des Geschäftsbereichs zur Unternehmensgründungs- und -sicherung der IHK zu Kiel.
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Im Bewusstsein ihrer Verantwortung für die IHK-Mitgliedsunternehmen haben die drei IHKs im Land einen großen Teil der entsprechenden Beratungskompetenzen noch mehr gebündelt denn je. Unter der Federführung der jeweiligen Geschäftsbereiche Starthilfe und Unternehmensförderung haben die IHKs über 100 Informationsveranstaltungen zu Unternehmensgründungs-, Unternehmensnachfolge- und vor allem Unternehmenssicherungsfragen organisiert. Ob Kurzarbeitergeld, alternative Finanzierungsformen, das staatliche Konjunkturprogramm oder auch Fragen zur Insolvenzthematik: Mit einem ebenso breiten wie tiefen Informationsangebot haben die IHKs als ein Baustein im Puzzle dazu beigetragen, dass Schleswig-Holsteins Unternehmen bis Ende 2009 vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen sind.
Einmal mehr bestätigt hat sich überdies der von der IHK-Organisation seit Jahren beobachtete Zusammenhang zwischen negativem Konjunkturverlauf und steigendem Existenzgründungsgeschehen: Die Nachfrage nach IHK-Existenzgründungsberatungsprodukten ist sprunghaft angestiegen. Die abgegebenen Stellungnahmen zu Existenzgründungsvorhaben aus der Arbeitslosigkeit beispielsweise haben sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Ohne den erfolgreichen Re-Launch des Internetportals „IHK-Mentor 2.0”, des vom Land Schleswig-Holstein aus EFRE-Mitteln geförderten Internetmoduls zur Erstellung eines Businessplans, wäre dieser zusätzliche Beratungsaufwand im Existenzgründungsbereich kaum darstellbar gewesen: Über 1.000 Businesspläne wurden in den ersten zehn Monaten seit Projektstart erstellt.
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Die Gründungsberater konnten sich dank IHK-Mentor auf vertiefende und komplexere Beratungsprozesse konzentrieren und sich für nachhaltigere Existenzgründungen engagieren. Ebenfalls im Laufe des Jahres online gestellt wurde das Projekt eGewerbe, mit dem angehende Unternehmen in die Lage versetzt werden, mit Hilfe eines Metaformulars alle zur Gewerbean- oder -ummeldung erforderlichen Formulare – egal welche Branche, egal welcher Standort in Schleswig-Holstein – vom heimischen Schreibtisch aus auszufüllen. Der nächste Schritt zur IHK-Existenzgründungsberatung aus einer Hand wird sein, die Gewerbeämter und sonstige staatliche Stellen in die Lage zu versetzen, diese online-Formulare digital und rechtswirksam entgegenzunehmen und zu verarbeiten. Bürokratieabbau zum Nutzen der Unternehmen - politisch arbeitet die IHK zu Kiel hieran mit Hochtouren.
Auch die Beratungsleistung der IHK zur Unternehmenssicherung wurde 2009 nachgefragt wie seit Jahren nicht mehr: Zwar hat eine Umfrage der IHK Schleswig-Holstein ergeben, dass keine Kreditklemme für Unternehmen bestand. Doch zunehmend viele Firmen klagten über sich verschlechternde Kreditkonditionen.
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Allgemein schlechte Konjunkturaussichten und die bis dahin fehlende Anpassung der Rating-Verfahren bei den Banken an die allgemeine Krisensituation trübten die Stimmung des Mittelstands deutlich ein. Doch nicht allein allzu zögerliche Kreditvergaben, sondern vor allem schlichtweg schlechte Auftrags- und Ertragslagen haben dazu geführt, dass sich die Zahl der „Runden Tische”, also der Prozesse, in denen die IHK die Betriebe in Not auf eigenen Wunsch mit Experten durchleuchten und anschließend Empfehlungen an Unternehmer und Banken geben, nahezu verdreifacht haben. Die IHK war hier also schon lange bevor die Bundespolitik den Begriff als Kreditmediator erfunden hat als solcher unterwegs.
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