Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
die gute Nachricht vorweg: Auch im IHK-Bezirk Kiel hat sich die Wirtschaft in 2010 besser und nachhaltiger entwickelt als nach der Krise zu erwarten gewesen wäre. Diese positive Entwicklung schlug sich unmittelbar auf dem Arbeitsmarkt und – erfreulicherweise auch auf dem Ausbildungsmarkt - nieder. Dass trotz Schleifspuren aus der Krise und rückläufiger Schulabgängerzahlen das Ergebnis des Vorjahres praktisch gehalten werden konnte, war allenfalls zu hoffen, aber nicht zu erwarten. Dafür gilt der Dank der IHK allen Ausbildungsbetrieben im IHK-Bezirk.
Die Bedeutung funktionsfähiger Infrastruktur rückt wieder verstärkt in den Mittelpunkt der Diskussion. Konsequenterweise standen insbesondere Fragen zur weiteren Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur im Fokus der Arbeit der IHK. Zu nennen sind einerseits Klassiker wie die A 20 inklusive Elbquerung westlich Hamburgs, der Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals und die Rettung des Kieler Flughafens. Jüngeren Datums sind dagegen Themen wie die positive Entwicklung des neuen Hafens Kiel-Kanal in Rendsburg und die Sicherstellung einer leistungsfähigen Ost-West-Straßenverbindung, um die absehbar positiven Effekte der Fehmarnbelt-Querung ins gesamte Land zu leiten. Ein weiterer Schwerpunkt der IHK-Tätigkeit war und ist die Begleitung verschiedener Entwicklungsszenarien innerstädtischer Lagen. Planung und Diskussion aller Orten. Konkrete Zusagen und Entscheidungen gibt es allerdings bislang nur in Kiel.
Darüber hinaus galt und gilt das Augenmerk der IHK zu Kiel vor allem aber der Sicherung und Stärkung des Universitätsstandortes Kiel. Auch wenn die Landeshauptstadt nach der Entscheidung der Kommission für die Exzellenzinitiative nicht mehr als Standort für eine "Elite"-Universität in Frage kommt, geben die neuen, zukünftig wohl vier Exzellenzprojekte - drei Exzellenz-Cluster und eine Graduiertenschule - Hoffung auf eine weitere Stärkung der Christian-Albrechts-Universität im internationalen Wettbewerb.
Die Entwicklungsperspektiven des IHK-Bezirks Kiel wie ganz Schleswig-Holsteins hängen sehr stark davon ab, ob es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte Menschen im Land zu halten und nach Schleswig-Holstein zu holen. Dafür braucht es erstklassige Infrastruktur in allen Bereichen, hohe Arbeits- und Ausbildungsqualifikation in Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und nicht zuletzt ein lebendiges Umfeld und eine hohe Lebensqualität. Hierfür setzt sich die IHK auch künftig gerne gemeinsam mit den Unternehmen des IHK-Bezirkes ein.