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Was gehört in ein Konzept? |
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Ein gutes Konzept (Business-Plan) ist die Ausgangsbasis für jede
Existenzgründung. Hiermit belegen Sie in schriftlicher Form, dass Sie
sich eingehend mit den verschiedensten Aspekten der Gründung
auseinandergesetzt haben. Ein Konzept ist daher nicht nur ein
systematischer Arbeitsplan für Sie selbst, sondern wird auch von den
Banken als Grundlage einer Kreditvergabe verlangt. Auch Zuschüsse der
Agentur für Arbeit sind nur mittels eines Konzeptes zu beantragen. Es
ist daher entscheidend für die Glaubwürdigkeit und die Erfolgsaussichten
Ihres Vorhabens. Im Konzept formulieren Sie klare Vorstellungen über
Ihre geplante Tätigkeit und weisen Ihre Kenntnisse des zukünftigen
Kundenkreises und der Konkurrenten am Markt nach. Es wird deutlich, dass
Sie sich frühzeitig und realistisch Rechenschaft über die Umsatzchancen,
die Gewinnspannen und Risiken abgelegt haben.
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Doch nicht nur die Inhalte sind entscheidend. Auch die
äußere
Form, also die Präsentationen des Vorhabens, sollte bei den Überlegungen
mit berücksichtigt werden. Der Umfang eines Konzeptes
sollte zwischen 15 und 25 Seiten liegen und es sollte flüssig
zu lesen sein, d. h. komplizierte Erläuterungen und Statistiken
gehören in den Anhang.
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Aufbau empfiehlt sich für ein Konzept:
1.
Zusammenfassung
Zu
Beginn sollten Sie eine kurze zusammenfassende Beschreibung des
Gründungsvorhabens vornehmen. Es sollte dargestellt werden, wer die
Gründungsperson/en ist/sind und ggf. mit welchen Anteilen Sie
beteiligt ist/sind und um welche Geschäftsidee es sich handelt.
Der
Firmenname sollte genannt, die geplante Dienstleistung oder das Produkt,
die Kundenzielgruppe sowie der Kundennutzen beschrieben werden. Angaben
über den geplanten Standort, zentrale Finanzdaten, Wettbewerbsvorteil
der Idee am Markt oder spezielle Fachkenntnisse des Gründers sollten
hier bereits kurz und prägnant angeführt werden.
Bereits an dieser Stelle Ihres Konzeptes entscheidet sich, ob z. B. die
Bank Interesse an Ihrem Anliegen entwickelt. Die Beschreibung muss daher
so sein, dass sie ohne Schwierigkeiten nachvollzogen werden kann und die
zentralen Fragen nach dem „WANN, WER, WIE, WO, WAS“ an dieser Stelle
kurz und prägnant Antwort finden.
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2.
Unternehmensform
Die Wahl der Rechtsform ist u. a.
entscheidend, wenn es um die
Besteuerung Ihres zukünftigen Unternehmens und die der
Gründungsperson/en und um Fragen zur finanziellen Haftung geht.
Daher sollten Sie erläutern, warum Sie sich für welche Rechtsform
entschieden haben, mit wem unter Umständen zusammen
gegründet wird und wie sich eventuelle Anteile verteilen.
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3.
Unternehmensleitung
Die Qualifikation der
Gründerperson(en) sollte der Ausgangspunkt für die Geschäftsidee
sein. Treffen Sie daher an dieser Stelle Aussagen zu Ihrer/Ihren
fachlichen und zur ebenfalls besonders wichtigen kaufmännischen
Qualifikation. Stellen Sie Ihre Branchenerfahrungen und
Führungsqualitäten dar und falls Sie nicht allein starten,
ordnen Sie nachvollziehbar die Aufgabenfelder Ihren Mitgründern
oder geplanten Angestellten zu. Zur Ergänzung gehören
Lebensläufe in den Anhang.
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4.
Produkt/Dienstleistung
Beschreiben Sie
jetzt ausführlich das Produkt bzw. die Dienstleistung mit der
Sie am Markt auftreten wollen. Die Beschreibung sollte so
aussagekräftig sein, dass sie auch ohne Fachkenntnisse von einem
Außenstehenden nachvollzogen werden kann. Komplizierte
technische Erläuterungen gehören daher in den Anhang. Neben der
Darstellung des Produktes sollte die Darstellung möglicher
Hindernisse (Nutzungsrechte, Patentanmeldung, etc.) und die
Beschreibung von Wegen zur Überwindung dieser Hindernisse
aufgezeigt werden.
Auch muss deutlich
werden, in welchen Schritten die Dienstleistung erbracht werden
soll bzw. welche Weiterentwicklungsmöglichkeiten geplant sind.
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5.
Branchen-, Markt- und Wettbewerbsanalyse
Dies ist wohl der
wichtigste und auch schwierigste Teil des Konzeptes.
Niemand sollte mit
einem Produkt oder einer Dienstleistung an den Markt gehen, ohne
sich vorher über seinen Kundenkreis und dessen Interessen zu
informieren. Definieren Sie Ihre Zielkundschaft und nehmen Sie
eine Abgrenzung zu Konkurrenzangeboten für die Kundschaft im
selben Absatzgebiet vor.
Um dieses Kapitel
darzustellen, müssen Sie weitgehende Recherchen anstellen.
Markt- und Brancheninformationen können Sie teilweise bei der
Industrie- und Handelskammer oder der Handwerkskammer, bei
Berufs- und Fachverbänden, oder auch bei Banken oder dem
statistischen Landesamt erhalten. Nach der Sammlung sollten Sie
unbedingt die Informationen auswerten, erkennbare Entwicklungen
aufzeigen und anschließend sehr deutlich den Kundennutzen ihres
Produktes gegenüber den Angeboten der Wettbewerber darstellen.
Benennen Sie Ihre
Mitbewerber, vergleichen Sie deren Stärken und Schwächen im
Vergleich zu Ihrem eigenen Angebot. Nur so sind Sie in der Lage
Ihr Risiko abzuschätzen. Stellen Sie klar heraus, dass Sie Ihre
Konkurrenz am Markt gut kennen und stellen Sie Ihre Strategie
dar, wie Sie Ihren Marktanteil erobern wollen. Letztlich muss
nachvollziehbar sein, wie die geplanten Umsatzzahlen zustande
kommen sollen und dass sie realistisch sind. Berücksichtigen Sie
einen erkennbaren „Sicherheitsabschlag“.
Bei tätigen
Beteiligungen oder vollen Unternehmensübernahmen sollten Sie bei
Ihren Umsatzannahmen an die bisherige Bilanzentwicklung
anknüpfen.
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6.
Marketing/Vertrieb
Machen Sie deutlich,
wie Sie Ihre Kunden erreichen wollen und welche Methoden Sie
anwenden, um sich Ihren Kundenanteil zu sichern. Marketing wird
häufig nur auf den Aspekt der Werbung reduziert. Sie sollten
jedoch deutlich machen, wie Sie Ihre Markteintrittsstrategie
planen, welche Vertriebswege mit welchen Mitarbeitern Sie wählen
und wie Ihre Angebote/Angebotspakete aussehen sollen (incl.
Rabatte, Zahlungsziel, etc.). Treffen Sie Aussagen zum Zeitplan
und den Kosten für die einzelnen Maßnahmen.
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7.
Jahresplanung
Die geplante
Unternehmensgründung ist die wahrscheinlich größte finanzielle
Kraftanstrengung Ihres Berufslebens. Ein Zahlen- und Rechenwerk,
mit Hilfe dessen Sie Ihr zukünftiges Unternehmen abbilden,
verschafft Ihnen Transparenz, um sich vor Fehlentscheidungen zu
schützen.
Die Planrechnungen
für die ersten drei Gründungsjahre sollten einen
Investitionsplan, eine Personalplanung (incl. Lohnnebenkosten),
eine jährliche Rentabilitätsvorschau und einen monatlichen
Liquiditätsplan enthalten. Aus dem Liquiditätsplan ergibt sich
als höchste kumulierte Unterdeckung der sog.
Betriebsmittelbedarf. Achten Sie darauf, dass die Umsatzannahmen
vor allem auf Punkt 5 des Konzeptes basieren und nachvollziehbar
sein müssen.
Nutzen Sie
insbesondere den Liquiditätsplan als erstes
Controlling-Instrument für Ihr zukünftiges Unternehmen, indem
Sie von Anfang an die Ist-Zahlen mit den Soll-Zahlen abgleichen
und ggf. die Planung anpassen.
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8. Finanzierung
Erläutern Sie wie
viel und wofür Sie Geld für Ihre Unternehmensgründung benötigen.
Ermitteln Sie die Höhe der notwendigen Investitionen
(Anlagevermögen) und ggf. eines Waren-/ Materiallagers oder
eines Entwicklungsprojektes und den darüber hinausgehenden
Betriebsmittelbedarf anhand eines Liquiditätsplanes. Treffen Sie
Aussagen über Eigenmittel, Sacheinlagen und mögliche
Kreditsicherheiten und stellen Sie die angestrebte Finanzierung
möglichst unter Berücksichtigung von Förderdarlehen dar. In den
Anhang gehören: Lebensläufe, technische Erläuterungen, Patente,
Marktforschungsergebnisse, Prototypendarstellungen,
Produktfotos, Referenzen.
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Wenn Sie das Konzept mit fremder Hilfe erstellen möchten, finden
Sie Hilfestellung durch die
Partner
der Gemeinschaftsinitiative Existenzgründung.
Gewerberechtliche- Bestimmungen
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