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Stellungnahme der IHK zu Kiel zur "Neuen Mitte" Schwentinental
(PDF, 86 KB) (Dokument-Nr.: 81100)
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Richtiger Ansatz, aber zu viel Erweiterungsmöglichkeiten: In einer mehrseitigen Stellungnahme hat die Industrie- und Handelskammer zu Kiel zu den Plänen der Stadt Schwentinental, den Ostseepark Raisdorf als "Neue Mitte" der fusionierten Kommunen Klausdorf und Raisdorf zu entwickeln, Position bezogen.
"Wir können die Planungen der Stadt Schwentinental, im Ostseepark eine multifunktionale Stadtmitte schaffen zu wollen, aus städtebaulicher Sicht durchaus nachvollziehen", so Dr. Jörn Biel, Hauptgeschäftsführer der IHK zu Kiel. Da dieses auch aus Sicht der IHK nicht mit einer anhaltenden und ungesteuerten Erweiterung von Einzelhandelsflächen im Ostseepark zu erreichen ist, hält die IHK den neuen planerischem Ansatz für grundsätzlich sinnvoll: Es mache Sinn, den inneren Kern des Ostseeparks für zentrenrelevante Einzelhandelsnutzung vorzuhalten und an den Rändern anderweitiges Gewerbe und Dienstleistungen zuzulassen. So könnten Leerstände beseitigt und künftig vermieden werden, die Attraktivität würde steigen. Durch multifunktionale Nutzungen, wie Dienstleistungen oder Gastronomie, könnte tatsächlich eine "Neue Mitte" wachsen, über die die Stadt Schwentinental aufgrund der Gemeindeverschmelzung nicht verfügt. Um tatsächlich eine urbane Mitte zu schaffen, regt die IHK ergänzend an, langfristig auch kommunale Verwaltungs- und Dienstleistungsbereiche der Stadt im Ostseepark zu verankern. Ebenso macht die Verbesserung der Verkehrsführung aus Sicht der IHK Sinn.
Überhaupt nicht einverstanden ist die IHK zu Kiel allerdings mit dem Hauptelement der Verdichtungspläne im zukünftigen Zentralen Versorgungsbereich, einem überdachten, neuen Einkaufszentrum. Ginge es nach den Planern, sollen im Ostseepark inklusive Leerstandsbeseitigung zusätzliche Verkaufsflächen von bis zu 27.500 Quadratmeter geben. Nach Ansicht der IHK sind dies bei weitem überdimensionierte Ansprüche. "Solche Pläne widersprechen landesplanerischen Zielen", so Biel weiter, weil sie Versorgungsfunktionen der Landeshauptstadt genauso wie die der Nachbarkommunen Preetz, Plön, Lütjenburg oder auch Schönberg missachteten. Die Stadt Schwentinental sollte sich auf ihre Funktion als Stadtrandkern der Landeshauptstadt besinnen und nicht vergessen, dass die Einwohnerzahl im Kreis Plön in den nächsten Jahren bedeutend abnehmen wird.
Biel: "Nicht immer mehr Einzelhandelsfläche an autoorientierten Standorten sei deshalb das Gebot der Stunde, sondern kluge Qualitätspolitik mit Blick auf die älter werdende Bevölkerung: Ein vitaler Ostseepark ja, aber bitte in enger Abstimmung mit den Nachbarn."
Die gesamte Stellungnahme können Sie rechts nebenstehend herunterladen.
© Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern zu Flensburg, zu Kiel und zu Lübeck
Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. Bei den Links zu externen Seiten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, für die die Arbeitsgemeinschaft keine Haftung übernimmt und deren Inhalt sich die Arbeitsgemeinschaft nicht zu eigen macht.
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