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Liquiditätsplan-Muster
(XLS, 103 KB) (Dokument-Nr.: 3589)
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Der Liquiditätsplan soll Ihnen zeigen, ob Sie in den ersten Monaten nach der Betriebsgründung noch ausreichend Geld haben werden, um offene Rechnungen zu bezahlen und weiter arbeiten zu können. Er ist deshalb so wichtig, weil Sie ohne ihn Ihre Anlaufverluste nur sehr grob schätzen könnten.
Ein Liquiditätsplan ermöglicht es Ihnen, Ihre erwarteten Einnahmen des Monats Ihren Ausgaben gegenüberzustellen und so herauszufinden, ob und in welcher Höhe Sie Anlaufverluste haben werden. Diese Information ist unerlässlich, wenn Sie das gesamte Startkapital, das Sie für Ihre Existenzgründung benötigen, ermitteln wollen.
Im Detail: in einem Liquiditätsplan werden die Vorgänge erfasst, die einen tatsächlichen Zahlungseingang oder –ausgang in einem bestimmten Monat beinhalten. Es handelt sich also nicht um eine Umsatzprognose, sondern um eine Zahlungseingang und -ausgangprognose! Der Liquiditätsplan bildet also Ihren zukünftigen Kontoverlauf ab. Auch Einzahlungen, die nicht aus Umsätzen resultieren (zum Beispiel Umsatzsteuererstattungen oder der Gründungszuschuss), aber auch Auszahlungen, die keine Kosten darstellen (zum Beispiel Entnahmen), werden berücksichtigt. Durch die Gegenüberstellung von Einzahlungen und Auszahlungen wird für die einzelnen Monate die Deckung beziehungsweise Unterdeckung oder Überdeckung der liquiden Mittel und damit Ihres Kontos ausgewiesen.
Der Endbestand Ihres Kontos in einem Monat ist gleichzusetzen mit dem Anfangsbestand des Kontos im Folgemonat. Addieren Sie den Endbestand daher mit den Kassen-/ Bankeinnahmen des Folgemonats.
Grundsätzlich sollten in den Liquiditätsplan alle Beträge einschließlich Mehrwertsteuer eingestellt werden. Um eine bessere Vergleichbarkeit der Zahlen im Liquiditätsplan mit denen der Ertragsvorschau herzustellen, können alternativ auch die Nettobeträge (ohne Mehrwertsteuer) in den Plan übernommen werden. In diesem Fall ist es jedoch unerlässlich, dass Sie den Differenzbetrag aus Mehrwertsteuer und Vorsteuer der jeweiligen Periode ermitteln und in den Liquiditätsplan aufnehmen.
Die Zeile "Über-/Unterdeckung kumuliert" addiert beziehungsweise subtrahiert die monatlich entstandene Über-/Unterdeckung mit der des vorangegangenen Monats. Die höchste kumulierte Unterdeckung ist der so genannte "Betriebsmittelbedarf". Dieser muss zur Sicherstellung der Liquidität von Ihnen zum Beispiel durch einen Kontokorrentrahmen, durch Eigenmittel oder durch Kredite bereit gehalten werden! Die höchste kumulierte Unterdeckung dieses Kontoverlaufs ergibt gemeinsam mit dem Kapitalbedarf, den Sie für eventuell für Investitionen einplanen, den Gesamtkapitalbedarf Ihrer Existenzgründung.
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Für die Richtigkeit der in dieser Website enthaltenen Angaben können wir trotz sorgfältiger Prüfung keine Gewähr übernehmen. Bei den Links zu externen Seiten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, für die die Arbeitsgemeinschaft keine Haftung übernimmt und deren Inhalt sich die Arbeitsgemeinschaft nicht zu eigen macht.
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