Fachkräftegewinnung

Ausbildung bleibt wichtiger Motor

Bis Ende Dezember 2016 haben die drei Industrie- und Handelskammern in Schleswig-Holstein (Flensburg, Kiel und Lübeck) 10.379 Ausbildungsverträge für die Bereiche Industrie, Handel und Dienstleistungen eingetragen. Im Vorjahr zählten sie zu diesem Zeitpunkt exakt die gleiche Anzahl.

Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein, zieht eine positive Bilanz für das Ausbildungsjahr 2016: "Ich danke allen Ausbildungsbetrieben für ihr wichtiges Engagement zur Fachkräftegewinnung und zur Integration der Jugendlichen ins Berufsleben. Unsere Ausbildungsbetriebe in Industrie, Handel und Dienstleistung haben verstanden. In Schleswig-Holstein belegen wir mit 6 Prozent Anteil der Auszubildenden an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im bundesweiten Vergleich den Spitzenplatz. Der deutsche Durchschnittswert liegt bei 5,1 Prozent. Es ist gut, dass die Betriebe ihr großes Ausbildungsengagement beibehalten, Ausbildungsmarketing und Betreuung der Auszubildenden intensivieren und die Jugendlichen noch stärker umwerben. Angesichts rückläufiger Bewerberzahlen gilt es vermehrt Abiturienten, Studienwechsler und Flüchtlinge in den Blick zu nehmen".
Ausbildung bleibe das wichtigste Instrument der Fachkräftegewinnung und helfe als Vorsorge angesichts zunehmender Engpässe bei Fachkräften. Es gelte noch deutlicher zu zeigen, welche Chancen eine Duale Berufsausbildung mit guter Betreuung im Betrieb und in der Berufsschule biete und welche attraktiven Karrierewege und Perspektiven anschließend bestünden.
Für 2017 zeigte sich Kühn optimistisch: "Angesichts guter Konjunkturaussichten bleibt die Arbeitskräftenachfrage auf hohem Niveau und die Ausbildungsbetriebe suchen bereits intensiv Bewerber für den Einstellungsjahrgang 2017. Jugendliche sollten frühzeitig initiativ werden und die gute Angebotssituation für eine eigenverantwortliche Berufskarriere nutzen".
Beim Ausgleich des Ausbildungsmarktes hilft die landesweite IHK-Internet-Lehrstellenbörse. Zahlreiche Betriebe bieten dort für Bewerber die Möglichkeit einer ersten Kontaktaufnahme über das Internet. Gleichzeitig können sich auch Bewerber mit ihrem Bewerbungsprofil einstellen.
Unbesetzte Lehrstellen sollten der IHK-Lehrstellenbörse (www.ihk-lehrstellenboerse.de) und der Agentur für Arbeit gemeldet werden.
Veröffentlicht am 3. Januar 2017