Coronavirus

Finanzierungshilfen


Um einen finanziellen Engpass im Unternehmen durch die Coronakrise abzufedern, haben Bund, Land und Förderbanken Hilfsprogramme ins Leben gerufen. Hier finden Sie eine Übersicht.

Online-Entschädigungsportal für Selbstständige und Arbeitgeber

Treten wegen der Corona-Beschränkungen Verdienstausfälle auf, kann es gegebenenfalls Entschädigungen nach §56 Infektionsschutzgesetz geben. Bei behördlich angeordneten Schul- und Kitaschließungen können auch Selbständige einen Anspruch auf Verdienstausfall geltend machen, da der § 56 Abs. 1a IFSG für Arbeitnehmer genauso wie für Selbstständige gilt.
Wann entsteht ein Anspruch auf Entschädigung?
  • bei einem Verdienstausfall infolge einer behördlich angeordneten Quarantäne oder eines behördlich angeordneten Tätigkeitsverbots sowie
  • bei einer behördlich angeordneten Kita- oder Schulschließung, wenn die Eltern berufstätig (auch selbstständig) sind, die Kinder das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder behindert beziehungsweise auf Hilfe angewiesen sind
Anträge auf Entschädigung für entsprechende Verdienstausfälle können Betroffene seit dem 19. Mai 2020 in dem neuen Onlineportal eingeben. Dieses neue Onlineportal von Bund und elf Bundesländern erleichtert das Verfahren. Die Daten werden elektronisch an das Landesamt für soziale Dienste in Neumünster zur weiteren Bearbeitung übermittelt. Weitere Infos zum Online-Entschädigungsportal hat das Land Schleswig-Holstein auf seiner Website hinterlegt.

Zuschussprogramm für Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern

Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige

Antrag: Ab sofort können Sie sich hier den Antrag auf Gewährung einer Soforthilfe herunterladen und ausschließlich direkt online bei der IB.SH hochladen.
Nachdem Sie das Antragsformular ausgefüllt und unterschrieben haben, gehen Sie bitte auf ib-sh.de/antragsupload, um Ihren Antrag mit dem erforderlichen Nachweis (eingescannter Antrag, Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung bzw. wenn dies nicht vorhanden ist eine Personalausweiskopie) online an die IB.SH zu übermitteln. Bitte achten Sie darauf, dass der Antrag vollständig ausgefüllt und unterzeichnet ist. Die IB.SH bietet zudem eine Anleitung zum Ausfüllen des Antrags sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Förderprogramm (FAQs). Diese und weitere Informationen finden Sie auf der Corona-Soforthilfen-Seite der IB.SH.
Hintergrund: Die Krise rund um den Coronavirus und dessen Eindämmung trifft Kleinstbetriebe und Solo-Selbstständige wie Kreativschaffende, Fotografen oder Hausmeisterservices besonders hart: Die Bundesregierung schnürt jetzt auf Drängen der IHK-Organisation auch für diese Gruppe ein finanzielles Hilfspaket in Form eines 50-Milliarden-Euro-Fonds.
Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten.
  • Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)  
Ziel: Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, unter anderem durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä (auch komplementär zu den Länderprogrammen)
Voraussetzung: wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein. Schadenseintritt nach dem 11. März 2020.
Antragstellung: möglichst elektronisch; Existenzbedrohung bzw. Liquiditätsengpass bedingt durch Corona sind zu versichern.
Technische Daten: Mittelbereitsstellung durch den Bund (Einzelplan 60); Bewirtschaftung durch BMWi, Bewilligung (Bearbeitung der Anträge, Auszahlung und ggfs. Rückforderung der Mittel durch Länder/Kommunen; Rechtsgrundlage: Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020. Kumulierung mit anderen Beihilfen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, aber auch mit bestehenden de minimis-Beihilfen grundsätzlich möglich. Eine Überkompensation ist zurückzuzahlen. Bei der Steuerveranlagung für die Einkommens - oder Körper-schaftsteuer im kommenden Jahr wird dieser Zuschuss gewinnwirksam berück-sichtigt.
Programmvolumen: bis zu 50 Milliarden Euro bei maximaler Ausschöpfung von 3 Millionen Selbständigen und Kleinstunternehmen über 3+2 Monate. Nicht verwendete Haushaltsmittel fließen in den Haushalt zurück.

Zuschussprogramm für Unternehmen mit elf bis 50 Mitarbeitern

Antrag: Ab sofort können Sie sich hier den Antrag auf Gewährung einer Soforthilfe für Unternehmen mit mehr als zehn und bis zu 50 Beschäftigten herunterladen und ausschließlich direkt online bei der IB.SH hochladen.
Die Landesregierung hat am 3. April 2020 ein 150 Millionen Euro schweres Zuschussprogramm Wirtschaft beschlossen, das die bestehende Förderlücke bei Unternehmen mit mehr als zehn und bis zu 50 Beschäftigten schließt. Die Landesregierung kommt damit einer Forderung der IHK Schleswig-Holstein nach, die vehement auf das Schließen dieser Förderlücke und der Benachteiligung schleswig-holsteinischer Unternehmen gegenüber Unternehmen in Nachbarländern gedrungen hatte. Die betroffenen Betriebe, die in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage beziehungsweise in einen Liquiditätsengpass geraten sind, können einen Zuschuss von bis zu 30.000 Euro beantragen. 

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Selbstständige, Angehörige der freien Berufe und Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 50 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente), die
  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder im Hauptberuf freiberuflich oder als Selbstständige tätig sind,
  • ihre Tätigkeit von einer Betriebsstätte in Schleswig-Holstein oder einem Sitz der Geschäftsführung in Schleswig-Holstein aus ausführen,
  • bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind und
  • ihre Waren und/oder Dienstleistungen bereits vor dem 1.April 2020 am Markt angeboten haben.
Von der Förderung ausgenommen sind:
  • Öffentliche Unternehmen
  • Unternehmen, die vor dem 31. Dezember 2019 in Schwierigkeiten gemäß Artikel 2 Absatz 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung waren

Was wird gefördert?

Liquidität, um zukünftige Betriebsausgaben wie zum Beispiel Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten für die nächsten drei Monate (bei Miet- bzw. Pachtnachlass von mindestens 20 Prozent für die nächsten fünf Monate) zu decken.

Wie wird gefördert?

Die Soforthilfe wird als nicht rückzahlbarer einmaliger Zuschuss in Höhe von bis zu 30.000 Euro zur Überwindung einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage gewährt, die durch die Coronakrise entstanden ist.
Die konkrete Höhe einer Einmalzahlung orientiert sich an einem glaubhaft versicherten Liquiditätsengpass für drei (beziehungsweise bei Miet-/Pachtnachlass von mindestens 20 Prozent für fünf) aufeinander folgende Monate.
Die Soforthilfe wird auf Basis der Betriebsausgaben des Antragsberechtigten, unter anderem gewerbliche Mieten, Pachten und Leasingaufwendungen berechnet.
Weitere Infos zum Soforthilfe-Programm finden Sie auf der Website der Investitionsbank Schleswig-Holstein.
Die Anträge für die Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbstständige gelten nicht für das Zuschussprogramm.

Corona-Hilfsprogramme des Bundes

Sozialschutz-Paket

Ab dem 29. März 2020 liefert das Sozialschutz-Paket des Bundes Erleichterungen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmer beim Zugang zur Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II). So erhalten von der Krise durch erhebliche Einkommenseinbußen Betroffene leichter Zugang zur Grundsicherung, damit Lebensunterhalt und Unterkunft gesichert sind. Außerdem gelten die tatsächlichen Aufwendungen für Mieten automatisch als angemessen. Auch der Zugang zum Kinderzuschlag wird vorübergehend vereinfacht. Für den Anspruch ist ausnahmsweise nur das Einkommen im letzten Monat vor der Antragstellung maßgeblich. Das Vermögen der Bedarfsgemeinschaft bleibt, solange es nicht erheblich ist, bei der Prüfung völlig unberücksichtigt. Außerdem können diejenigen Familien, die zuletzt den höchstmöglichen Gesamtkinderzuschlag erhalten haben, einmalig für sechs Monate Verlängerung beantragen, ohne dass eine erneute Einkommensprüfung stattfindet.
Weitere Infos zum Sozialschutz-Paket finden Sie auf der Website der Bundesagentur für Arbeit.
Hier finden Sie den Gesetzestext zum Sozialschutz-Paket.

Einkommenshilfe bei fehlender Kinderbetreuung

Das Maßnahmenpaket soll Arbeitnehmer*innen mit Kindern vor dem Verlust der Existenzgrundlage durch die Krise bewahren. Demnach sollen auch Eltern von Kindern unter zwölf Jahren Anspruch auf eine Kompensation in Höhe von 67 Prozent ihres Lohnausfalls haben, wenn sie wegen fehlender Kinderbetreuung nicht arbeiten können.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Agentur für Arbeit.

KfW-Sonderprogramm 2020

Die Bundesregierung hat ein Maßnahmenpaket beschlossen, mit dem Unternehmen bei der Bewältigung der Coronakrise unterstützt werden. Hierbei kommt der KfW die Aufgabe zu, die kurzfristige Versorgung der Unternehmen mit Liquidität zu erleichtern. 
KfW-Sonderprogramm für junge und etablierte Unternehmen (zu beantragen bei den Hausbanken)
  • Für kleine, mittelständische und große Unternehmen
  • Wird umgesetzt durch die Unterprogramme KfW-Unternehmerkredit (037/047) und ERP-Gründerkredit - Universell (073/074/075/076)
  • Nochmal verbesserte Risikoübernahme bei Krediten. Ganz wichtig, für KMUs können umfangreich die jetzt so wichtigen Betriebsmittel mit 90 Prozent Haftungsfreistellung (gegenüber Banken und Sparkassen) finanziert werden. Für größere Unternehmen mit 80 Prozent Haftungsfreistellung. Vor der Corona-Krise lagen die Haftungsfreistellungen bei maximal 50 Prozent, bzw. gar keine für Betriebsmittel
  • Zinsverbesserungen: zwischen 1 Prozent und 1,46 Prozent p.a. für kleine und mittlere Unternehmen, sowie zwischen 2 Prozent und 2,12 Prozent p.a. für größere Unternehmen (bislang risikogerechtes Zinssystem nach Bonitäts-Besicherungsklassen)
  • Extreme Verschlankung der Antragsprozesse: Für Kredite bis 3 Millionen Euro pro Unternehmen verzichtet die KfW auf eigene Risikoprüfung. Risikoprüfung erfolgt nur durch die Hausbank, um Prozesse zu beschleunigen. Kredite bis 10 Millionen Euro mit vereinfachter Prüfung, einzureichende Nachweise sehr einfach gehalten
Konsortialfinanzierung
  • Wird umgesetzt durch das KfW Sonderprogramm “Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung” (855).; individuelle Finanzierungsstrukturen
  • Für Mittelständische und Großunternehmen
  • KfW beteiligt sich an größeren Finanzierungen anderer Finanzierungspartner zu deren Konditionen.
  • Die KfW übernimmt bis zu 80 Prozent der Risiken des Vorhabens, diese umfangreiche Risikoübernahmen erleichtert den Liquiditätszugang von Unternehmen.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der KfW.

KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern

Für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) können Unternehmen ab dem 15. April bei ihrer Hausbank den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen. Der Kredit wird zu 100 Prozent abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.
Die wichtigsten Eckdaten für das Programm:
  • antragsberechtigt sind Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern
  • 100 prozentige Haftungsfreistellung der Hausbank durch die KfW/Bund und keine Sicherheiten
  • keine umfängliche Bonitätsprüfung (stattdessen Schufa-Auskunft o. ä.).
  • Selbsterklärung des Kreditnehmers, dass es sich um kein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ (u. ä.) handelt.
  • Kredithöhe: drei Monatsumsätze des Jahres 2019, maximal aber pro Betrieb 500.000 Euro (bei elf bis 49 Mitarbeitern) und 800.000 Euro (ab 50 Mitarbeitern).
  • Laufzeit zehn Jahre (gegebenenfalls bis zu zwei Jahre tilgungsfrei).
  • Zinssatz bei drei Prozent p.a.
  • Betrieb muss seit mindestens 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sein.
  • Das Unternehmen muss zuvor einen Gewinn verzeichnet haben (Durchschnitt der letzten drei Jahre). Dies Hausbank muss dies sowie den Umsatz und die Anzahl der Beschäftigten vor der Darlehensauszahlung prüfen.
Weitere Infos zum KfW-Schnellkredit finden Sie auf der Website der KfW.

KfW-Webinare zur Corona-Hilfe

Zu den unterschiedlichen KfW-Corona-Hilfen bietet die KfW Info-Webinare an. Experten der KfW stellen Ihnen die KfW-Corona-Hilfen insgesamt vor und diskutieren mit Ihnen im Chat.
Die Webinare finden jeweils zwischen 16 und 16.45 Uhr statt. Bitte klicken Sie zur Anmeldung auf das für Sie passende Datum.
Notwendig für die Teilnahme sind:
  • PC mit Internetzugang
  • Browser: Google Chrome, Mozilla Firefox oder Safari
  • Installierte Soundkarte
  • Headset (oder alternativ Lautsprecher)
Alternativ können Sie sich per Telefon dazu schalten. Die Einwahldaten erhalten Sie mit der Bestätigungsmail im Anschluss an die Anmeldung.
Wichtig: Eine Teilnahme mit dem Internet Explorer ist nicht möglich!

Schleswig-Holstein-Finanzierungsinitiative für Stabilität

Zur Stabilisierung der schleswig-holsteinischen Wirtschaft benötigen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Zugang zu Krediten und Eigenkapital.
Um den Hausbanken die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu erleichtern, haben die Förderinstitute des Landes Schleswig-Holstein (Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein, Investitionsbank Schleswig-Holstein, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein) im Rahmen dieser Initiative ihre Angebote auf die Bedarfslagen der Unternehmen im Zuge der Coronakrise ausgerichtet. Damit soll gewährleistet werden, dass den Unternehmen ein schneller und einfacher Finanzierungszugang erhalten bleibt. Notwendige Voraussetzung dafür ist auch eine ausreichende Eigenkapitalbasis der KMUs. Dies kann im Rahmen der Finanzierungsinitiative durch die Beisteuerung einer möglichen stillen Beteiligung sichergestellt werden.
Antragsvoraussetzungen
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • Etabliertes Geschäftsmodell mit ausreichend Perspektiven
  • Keine Negativmerkmale (zum Beispiel Zwangsvollstreckung, Mahnbescheide, keine Insolvenztatbestände etc.)
  • Nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit

Finanzierungsgrenzen
  • keine Untergrenze
  • bis zu 2.000.000 Euro Fördervolumen (Fördervolumen = EFRE/MBG- Beteiligung + IB.SH-Finanzierungsmittel + BB-SH- verbürgter Kredit)
  • bis 750.000 Euro erfolgt die Antragsprüfung im Expressverfahren (Entscheidung innerhalb von fünf Bankarbeitstagen)

Antragstellung
Hausbanken und Unternehmen stellen formlose Anfrage (per E-Mail oder telefonisch) an die Finanzierungskoordinatoren der SH-Finanzierungsinitiative:
Herrn Jürgen Wilkniß
Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein
Leiter Bürgschaftsabteilung
juergen.wilkniss@bb-sh.de
Tel.: 0431 5938 133 
Lorentzendamm 22 
24103 Kiel
Herrn Matthias Voigt
Investitionsbank Schleswig-Holstein
Leiter Firmenkunden Finanzierung
matthias.voigt@ib-sh.de
Tel.: 0431 9905 3330
Lorentzendamm 22 
24103 Kiel 
Die Entscheidung im Expressverfahren erfolgt nach Vorlage der erforderlichen Unterlagen innerhalb von fünf Bankarbeitstagen.
Erforderliche (Mindest-) Unterlagen
  • Beschreibung des Finanzierungsbedarfs und des Geschäftsmodells des Unternehmens
  • Wirtschaftliche Verhältnisse
    • Aktuell vorliegende Jahresabschlüsse
    • Ggf. Selbstauskunft der Gesellschafter bei persönlicher Haftung
    • Aktuelle Zwischenzahlen
    • Herleitung des Kapitalbedarfs für 2020
    • Letzter Kreditbeschluss der Hausbank (inklusive PD des letzten Ratings)
  • Unterlagen zu Gesellschaftsverhältnisse (zum Beispiel Organigramm)

Befristung
Die SH-Finanzierungsinitiative ist zunächst bis zum 31. Dezember 2020 befristet.

Soforthilfe Kultur

Ab sofort können Gelder aus der Soforthilfe Kultur beantragt werden. Das Unterstützungspaket, welches knapp 30 Millionen Euro schwer ist, richtet sich an gemeinnützige juristische Personen aus den Bereichen Kultur, Weiterbildung, Minderheiten und Volksgruppen mit Sitz in Schleswig-Holstein. Die Soforthilfe Kultur wird für maximal drei Monate gewährt und ist ein nicht rückzahlbarer Zuschuss.
Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Antragsverfahren genauso zu finden wie das Antragsformular und eine Service-Adresse für Nachfragen.
Unterstützung kommt auch vom Landeskulturverband für Künstler/-innen mit seinem Kulturhilfefonds – dieser ist mit Mitteln aus der Soforthilfe Kultur um zwei Millionen Euro erhöht worden. Seit dieser Woche können Einzelpersonen daraus mit 500 Euro unterstützt werden.

Soforthilfe für Umweltschutzeinrichtungen und Tierparks

Das Land hat ein neues Förderprogramm für Einrichtungen im Umwelt- und Naturschutzbereich aufgestellt, um diese zu unterstützen. Die Landesmittel würden helfen, Liquiditätsengpässe zu vermeiden und wirtschaftliche Perspektiven zu erhalten.
Die Förderung des Liquiditätsengpasses wird dabei vom Monat der Antragstellung ausgehend max. für 3 zusammenhängende Monatszeiträume bis zur Höhe des dargelegten Liquiditätsengpasses gewährt. Bei der Berechnung des Liquiditätsengpasses sind die Höhe der laufenden Kosten und die Höhe der aufgrund der Corona-Pandemie eingetretenen und zu erwartenden Einnahmeausfälle darzustellen. Darüber hinaus sind verbleibende Einnahmen, Zuwendungen des Bundes, des Landes oder Dritter (zum Beispiel Kommunen), sowie der Betrag der aktiven Kostensenkung anzugeben.
Die Soforthilfe kann ab sofort bis zum 31. Mai schriftlich beim Umweltministerium beantragt werden und muss nicht zurückgezahlt werden.
Der Antrag sowie weitere Informationen auf der Seite des Landes.

Kurzarbeitergeld

Erfährt ein Unternehmen einen erheblichen vorübergehenden Arbeitsausfall kann es Kurzarbeitergeld beantragen. Dies gilt auch wenn der Betrieb vorsorglich vorübergehend geschlossen wird. Anspruchsberechtigt sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Bei Selbstständigen ohne Mitarbeiter ist eine Kurzarbeit nicht möglich. In Betrieben mit Betriebsräten unterliegen die Einführung der Kurzarbeit und die Regelung der Einzelheiten der Mitbestimmung des Betriebsrats. Die Regelungen für Auszubildende haben wir hier zusammengefasst.
Kurzarbeit beantragt der Arbeitgeber, also der Unternehmer, bei seiner regional zuständigen Agentur für Arbeit. Dazu ist eine “Anzeige über Arbeitsausfall“ bei der zuständigen Agentur für Arbeit notwendig, die Unternehmen auch online vornehmen können. Diese Anzeige über Arbeitsausfall wird von Ihrer Arbeitsagentur geprüft. Nach Prüfung und Bewilligung der Anzeige durch die Arbeitsagentur können, kann das Unternehmen die Auszahlungen (Entgelt für geleistete Arbeitsstunden und Kurzarbeitergeld für Ausfallstunden) bspw. durch ein Steuerberatungsbüro berechnen lassen. Dann erfolgt die Auszahlung. Hier geht das Unternehmen zunächst in Vorleistung. Nach erfolgter Auszahlung wird dann auf Basis der zuvor erteilten Bewilligung und den Berechnungen monatlich rückwirkend die Erstattung des Kurzarbeitergeldes beantragt. Der Antrag muss spätestens innerhalb drei Monate nach Ablauf des jeweiligen Abrechnungsmonats eingehen (Beispiel: für März bis spätestens Juni). Bitte haben Sie Verständnis, dass die Telefon-Hotline der Arbeitsagentur derzeit schwer erreichbar ist.
Tipp: Wie Sie den Antrag inklusive Abrechnungsliste Kurzarbeit online stellen, erfahren Sie im YouTube-Video: Kurzarbeit: Antrag & Abrechnungsliste Online. Der Bot navigiert Sie durch die KuG-Anzeige im PDF-Format.
Grundlegende Informationen zum Antrag auf Kurzarbeitergeld erhalten Sie im Video der Arbeitsagentur: Kurzarbeitergeld – Teil 2: Verfahren.
Höhe des Kurzarbeitergeldes 
Standardmäßig beträgt das Kurzarbeitergeld bei Beschäftigten ohne Kinder 60 Prozent und bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent. Nun soll das Kurzarbeitergeld für Beschäftigte, die derzeit mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat des Bezuges auf 80 Prozent (87 Prozent für Haushalte mit Kindern) des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden, längstens bis 31. Dezember 2020. Weiterhin besteht ab dem 1. Mai eine “Hinzuverdienstmöglichkeit”, welche auf das bisherige volle Monatseinkommen des Betroffenen beschränkt ist. 
Voraussetzungen (Stundenkonto und Urlaub) 
Die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld sind im Sozialgesetzbuch III genau geregelt. Kurzarbeit kann der Arbeitgeber demnach anmelden, wenn der Arbeitsausfall unvermeidbar ist und der Betrieb alles getan hat, um ihn zu vermindern oder zu beheben. Zeitguthaben, Überstunden oder Ähnliches müssen zuerst eingesetzt werden. Die Arbeitsagentur wird bis Ende 2020 generell davon absehen, die Einbringung von Urlaub zur Vermeidung von Kurzarbeit einzufordern. Urlaub, der schon genehmigt ist, kann jedoch nicht ohne Weiteres wieder gestrichen werden. Resturlaub kann zur Verminderung des Arbeitsausfalls herangezogen werden.
Erleichterungen während der Coronakrise 
Arbeitgeber können das Kurzarbeitergeld zurzeit leichter beantragen, weil einige Hürden wegfallen beziehungsweise kleiner werden. 
  • Bisher müssen Arbeitgeber 80 Prozent der ausgefallenen Soziallbeiträge selbst zahlen, nicht nur vom eigenen Anteil, sondern auch vom Anteil des Arbeitnehmers. Nun werden diese Sozialbeiträge zu 100 Prozent erstattet. 
  • Betriebe sollen zudem Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Drittel.
  • Normalerweise wird die Auszahlung von Kurzarbeitergeld auf 12 Monate beschränkt, es soll nun leichter auf 24 Monate verlängert werden können.
Weitere Informationen zur Kurzarbeit in Zeiten der Coronakrise finden Sie auf der Webseite vom Bund-Verlag. Aktuelle offizielle Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums finden Sie auf dessen Website unter Auswirkungen des Coronavirus: Informationen und Unterstützung für Unternehmen

Personal-Ressourcen: Portal für kurzfristigen Branchenwechsel

Aufgrund der aktuellen Situation kann unbürokratisch auf eine zeitlich begrenzte Arbeitnehmerüberlassung zurückgegriffen werden, ohne dass eine Meldung bei der Bundesagentur für Arbeit erfolgen muss.
Über das Meldeformular des (Kompetenzzentrum Fachkräftewicherung Weiterbildung Schleswig-Holstein (KoFW SH) wird Ihnen die Möglichkeit gegeben, sowohl Ihre Bedarfe als auch Überlassungspotentiale zu melden. 
Auf dieser Seite bietet das KoFW SH Unternehmenden in Schleswig-Holstein die Möglichkeit an, zum einen akute Personalbedarfe branchenunabhängig zu inserieren, zum anderen akute Personalüberhänge zu kommunizieren und somit der Kurzarbeit oder weiteren Maßnahmen der Personalfreisetzung zuvorzukommen. Ziel ist es, beide Parteien auf diesem Weg zusammenzubringen und zur Arbeitnehmerüberlassung zu motivieren.

Beratungskostenzuschuss für das Einrichten von Homeoffice

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm ”go-digital” des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.
Der neue Förderbaustein deckt unterschiedliche Leistungen ab, von der individuellen Beratung bis hin zur Umsetzung der Homeoffice-Lösungen, wie beispielsweise der Einrichtung spezifischer Software und der Konfiguration existierender Hardware. Betriebe, die von der Förderung profitieren wollen, müssen zunächst über die Beraterlandkarte ein Beratungsunternehmen in ihrer Region suchen und mit ihm einen Beratervertrag abschließen. Von diesem Punkt an übernimmt das Beratungsunternehmen alle weiteren Schritte für die Unternehmen.
Von der Förderung können rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial mit weniger als 100 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro profitieren. Bei einem maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro beträgt der Förderumfang maximal 30 Tage.
Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter 030 97003-333.

Beratungsförderung für betroffene Unternehmen

In der Krise ist guter Rat wortwörtlich teuer - eine professionelle Beratung kann Unternehmen Wege aus wirtschaftlichen Schieflagen aufzeigen, doch sind die Mittel zur Finanzierung des Honorars gerade in solchen Situationen häufig nicht zu stemmen. Um Unternehmen in Schwierigkeiten dennoch eine Beratung zu ermöglichen, können durch das Programm "Förderung unternehmerischen Know-hows" die Beratungskosten zu 90 Prozent finanziert werden. Hier finden Sie alle Informationen zum Programm “Förderung unternehmerischen Know-hows – Modul für Unternehmen in Schwierigkeiten“.
Die Möglichkeit zur Online-Antragstellung erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Vor Antragstellung ist die Kontaktaufnahme zu einem Regionalpartner, zum Beispiel die IHKn in Schleswig Holstein, erforderlich. Auf Grund des Neutralitätsgebotes kann die IHK Schleswig Holstein keine Beraterempfehlungen aussprechen.

Staatliche Lohnerstattung bei Quarantäne

Mein Betrieb wurde von der zuständigen Behörde auf Grund von Corona unter Quarantäne gestellt und zur Schließung aufgefordert (Tätigkeitsverbot). Kann ich mir als Arbeitgeber die Lohnfortzahlung erstatten lassen?
Entschädigungsansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz (Paragraph 56) bestehen nur bei angeordneter (häuslicher) Isolation oder Quarantäne. Nur wer aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem sogenannten “Tätigkeitsverbot“ unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann eine Entschädigung beantragen. 
Ein Anspruch kann bei angeordneter Quarantäne sowohl für Arbeitnehmer als auch für Selbständige bestehen. Für den Betrieb selbst besteht dieser Anspruch grundsätzlich nicht. Auch nicht im Falle einer angeordneten Betriebsschließung oder bei sonstigen Umsatzsausfällen.
Wir haben für Sie eine Liste mit den am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Lohnerstattung zusammengestellt:
  • Wer darf überhaupt per Gesetz mit einem Tätigkeitsverbot belegt werden?
  • Wann kann ich mir als Arbeitgeber die Lohnfortzahlung erstatten lassen?
  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
  • Wie viel Entschädigung wird gezahlt?
  • An wen muss ich mich für eine Entschädigung wenden?
  • Welche Unterlagen benötige ich?
  • Welche Gebühren fallen für mich an?
  • Welche Fristen muss ich beachten?
  • Wie genau läuft das Entschädigungsverfahren im Einzelnen ab?
  • Rechtsgrundlage
 

Steuerstundungen

Das Land Schleswig-Holstein stellt Ihnen ein Antragsformular für Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus zum Download zur Verfügung. Wir empfehlen, die Betroffenheit des Steuerpflichtigen zusätzlich konkret zu begründen und gegebenenfalls mit weiteren Unterlagen nachzuweisen.
Aufgrund der durch das Coronavirus verursachten schwierigen wirtschaftlichen Situation hat das Finanzministerium Schleswig-Holsteins angekündigt, steuerliche Maßnahmen zur Entlastung betroffener Unternehmen zu ergreifen. Im Hinblick auf Stundungs- und Vollstreckungsmaßnahmen sowie bei der Anpassung von Vorauszahlungen für Einkommen- Körperschaft- und Gewerbesteuer gilt ab sofort folgendes:
  1. Unmittelbar und erheblich betroffene Steuerpflichtige können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Steuern, sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer stellen. Die entstandenen Schäden müssen wertmäßig nicht im Einzelnen nachgewiesen werden. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen für Stundungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen. In der Regel kann in diesen Fällen auf die Erhebung von Stundungszinsen verzichtet werden. Paragraph 222 Satz 3 und 4 AO bleibt unberührt.
  2. Für etwaige Stundungs- und Erlassanträge für Gewerbesteuer gilt auch im Hinblick auf einen möglichen Zusammenhang mit Auswirkungen des Coronavirus, dass diese an die Gemeinden und nur dann an das zuständige Finanzamt zu richten sind, wenn die Festsetzung und Erhebung der Gewerbesteuer nicht den Gemeinden übertragen worden ist (Paragraph 1 GewStG und R 1.6 Abs. 1 GewStR).
  3. Anträge auf Stundung der nach dem 31. Dezember 2020 fälligen Steuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen, die nur Zeiträume nach dem 31. Dezember 2020 betreffen, sind besonders zu begründen.
  4. Von Vollstreckungsmaßnahmen soll bei unmittelbar und erheblich betroffenen Steuerpflichtigen bis zum 31. Dezember 2020 bei allen rückständigen oder bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Steuern im Sinne der Tz.1 abgesehen werden. In den betreffenden Fällen sind die im Zeitraum ab dem vom Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Erlasses bis zum 31. Dezember 2020 verwirkten Säumniszuschläge für diese Steuern bis zum 31. Dezember 2020 zu erlassen.
  5. Nach Auskunft des Finanzministeriums Schleswig-Holstein bestehen keine Bedenken, Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen für 2020 auf Antrag auf ”Null” herabzusetzen, sofern der Unternehmer unter Darlegung seiner Verhältnisse nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich von der aktuellen Coronakrise betroffen ist. Die Entscheidung über die Anträge obliegt den Finanzämtern.
Die Finanzämter sind zunächst bis zum 19. April geschlossen. Eine Kontaktaufnahme ist nur per Telefon/Fax/Brief möglich. 
Verlängerung der Erklärungsfrist
Während der Coronakrise können ab sofort im Einzelfall auf Antrag nach § 109 Absatz 1 AO die Fristen zur Abgabe monatlicher oder vierteljährlicher Lohnsteuer-Anmeldungen verlängert werden. Nachgewiesen werden muss, dass der Arbeitgeber selbst oder der mit der Lohnbuchhaltung und Lohnsteuer-Anmeldung Beauftragte (Steuerberater oder Dienstleister) nachweislich unverschuldet daran gehindert ist, die Lohnsteuer-Anmeldungen pünktlich zu übermitteln. Die Fristverlängerung darf maximal zwei Monate betragen. Hier können Sie das dazugehörige BMF-Schreiben einsehen.
Zollverwaltung
Bei den Steuern, die von der Zollverwaltung verwaltet werden (zum Beispiel Energiesteuer und Luftverkehrssteuer), ist die Generalzolldirektion angewiesen worden, den Steuerpflichtigen in entsprechender Art und Weise entgegenzukommen. Gleiches gilt für das Bundeszentralamt für Steuern, das bei seiner Zuständigkeit für die Versicherungssteuer und die Umsatzsteuer entsprechend verfahren wird.
Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat gewerbesteuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus (CO­VID-19/SARS-CoV-2) beschlossen. Hier gelangen Sie zu den gleich lautenden Erlassen der obersten Finanzbehörden der Länder vom 19. März 2020. Zudem finden Sie hier die Regelungen des BMF zu Steuerstundungen, auf denen der oben aufgeführte Erlass des Landes Schleswig-Holstein basiert. Das BMF hat für Sie eine FAQ-Liste zu dem Thema zusammengestellt. Hier können Sie es herunterladen.

Steuerfreie Sonderzahlung

Arbeitgeber können ihren Beschäftigten Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachlohn gewähren. Voraussetzung ist, dass Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Weitere Detailinfos erhalten Sie im BMF-Schreiben und in den FAQs des Bundesfinanzministeriums unter (Abschnitt VII).

Verlustverrechnung

Aufgrund der Coronakrise und der damit verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind viele Steuerpflichtige mit Gewinneinkünften und Einkünften aus Vermietung und Verpachtung dadurch negativ betroffen, dass sich ihre Einkünfte im Vergleich zu den Vorjahren erheblich verringern und sie für den Veranlagungszeitraum 2020 einen rücktragsfähigen Verlust erwarten müssen.
Was genau im Hinblick auf die Herabsetzung von Vorauszahlungen zur Einkommen- und Körperschaftsteuer (inklusive Zuschlagsteuern) gilt, erfahren Sie im BMF-Schreiben.

Stundung von Sozialabgaben 

Für die Sozialversicherungsbeiträge kann aufgrund von Schwierigkeiten, die durch die aktuelle Situation verursacht wurden, in einem vereinfachten Verfahren bis zum 31. Mai die Stundung beantragt werden. Weitere Einzelheiten zur Stundung auch für den Monat Juni erhalten Sie im Schreiben des GKV-Spitzenverbandes vom 19. Mai 2020.

Beitragsstundungen von Beiträgen zur Berufsgenossenschaft

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe will Betrieben die Beiträge für die Zeit vom 15. März bis 15. Mai zinslos stunden. Ein formloser Antrag kann telefonisch über 0621 4456-1581 oder per E-Mail an beitrag@bgn.de gestellt werden. Das Angebot gilt sowohl für BGN-Versicherungen als auch für den Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Dienst der BGN (ASD*BGN).

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten. Als Vorbild hierfür dienen Regelungen, die anlässlich der Hochwasserkatastrophen 2002, 2013 und 2016 getroffen wurden.

Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

Betroffene Unternehmen können sich direkt durch die Förderlotsen der IB.SH neutral und unentgeltlich über Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten beraten lassen (Telefon 0431 9905-3365, foerderlotse@ib-sh.de).

Verband der Deutschen Bürgschaftsbanken

Sofern infolge der Coronakrise zur Überbrückung Kredite notwendig werden, können die Bürgschaftsbanken diese in Verbindung mit einer Hausbankfinanzierung grundsätzlich besichern. Dazu gilt eine neue Bürgschaftsobergrenze von 2,5 Millionen Euro und eine Ausweitung der Fördermöglichkeiten für Betriebsmittelkredite. Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann über das Finanzierungsportal der Bürgschaftsbanken gestellt werden.

IB.SH Sicherungsfonds für Beherbergung und Gastronomie

Der IB.SH Mittelstandssicherungsfonds unterstützt Hotel-, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe, die unmittelbar im Sinne der Landesverordnung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Schleswig-Holstein vom 23. März 2020 durch staatliche Verordnung im Zuge der Corona-Krise in einen Liquiditätsengpass geraten sind. Innerhalb der ersten vier Tage seit Start des spezifischen Krediprogramms für Hotellerie und Gastronomie hat die IB.SH 147 Anträge bewilligt und 28,9 Millionen Euro an ausgezahltem Antragsvolumen bereitgestellt. Alle Informationen zur Beantragung erhalten Sie auf der Seite der IB.SH.
Weitere Informationen finden Sie im Artikel Tourismus und Gastronomie.