Gewerbe- und Grundsteuer B

Realsteueratlas 2019

Nach einer Umfrage der IHK Schleswig-Holstein erhöhten 20 Prozent der Gemeinden ab 2.000 Einwohnern ihre Gewerbesteuerhebesätze in 2019. In 2018 waren es nur 4 Prozent. Bei der Grundsteuer B erhöhten 25 Prozent der Kommunen (2018: 8 Prozent) die Hebesätze.
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"Trotz Rekordeinnahmen ziehen die Gewerbesteuer- und Grundsteuerhebesätze wieder deutlich an. Hier ist Augenmaß gefordert, denn niedrige Hebesätze sind für Unternehmen ein wichtiger Standortfaktor", sagt Friederike C. Kühn, Präsidentin der IHK Schleswig-Holstein. "Die nach oben drehende Steuerspirale muss gestoppt werden."
Im Hinblick auf die anstehende Grundsteuerreform fordert Kühn: "Wir brauchen eine unbürokratische und aufkommensneutrale Umsetzung. Die Kommunen dürfen eine Reform nicht dazu nutzen, neue Einnahmen im Bereich der Grundsteuer zu generieren und dabei die Unternehmen zusätzlich zu belasten. Trotzdem sollte auch bis zur Umsetzung in 2025 Ruhe einkehren und das jetzige Belastungsniveau jedenfalls nicht überschritten werden. Spitzenwerte bei der Grundsteuer von 700 Prozent in Glücksburg und 690 in Flensburg sind zudem sehr hoch."
Der durchschnittliche Gewerbesteuerhebesatz in Schleswig-Holstein beträgt derzeit 363 Prozent (2018: 360 Prozent). Im Bereich der Grundsteuer B stieg der Hebesatz in Schleswig-Holstein um durchschnittlich neun Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Er liegt nun bei 373 Prozent.
Die IHK Schleswig-Holstein befragt jährlich Gemeinden ab 2.000 Einwohner zur Höhe der Realsteuerhebesätze der Gewerbesteuer und Grundsteuer B. Die Grundsteuer B betrifft alle Grundstücke mit Ausnahme von land- und forstwirtschaftlichem Vermögen, für das die Grundsteuer A gilt. Mit einer hieraus resultierenden Übersicht gibt sie ansässigen, aber auch ansiedlungs- und umsiedlungsinteressierten Unternehmen eine standortpolitische Orientierungshilfe. 
Veröffentlicht am 21. Oktober 2019