IHK Flensburg

Windenergie: Schleswig-Holsteins Standortvorteile müssen erhalten bleiben

Am 6. Dezember hat die Landesplanung von Schleswig-Holstein die Entwürfe der neuen Windenergie-Regionalpläne in Schleswig-Holstein verabschiedet. Das abgestufte Planungsverfahren ist damit vorerst abgeschlossen und somit ist ein weiterer Schritt getan, um die Rechtssicherheit beim Windkraftausbau in Schleswig-Holstein wiederherzustellen.
Annähernd zwei Prozent der Landesfläche sollen zukünftig für den Betrieb von Windenergieanlagen dort genutzt werden, wo die Auswirkungen auf Mensch und Natur am geringsten erscheinen. Dies bedeutet aber auch, dass sich derzeit von den über 3.000 Windenergieanlagen im Land etwa 1.300 Anlagen außerhalb der neuen Vorranggebiete befinden. Eine Mehrzahl der zukünftig „ausrangierten“ Windenergieanlagen genießt aber derzeit eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung, verfügt über die notwendige Infrastruktur, und viele Bürger sind finanziell an den Anlagen beteiligt. Durch das Verbot des Repowerings dieser Anlagen direkt vor Ort ist zu befürchten, dass die Zustimmung in der Bevölkerung gegenüber der Windkraft abnimmt, einzelne Unternehmen vom Markt gehen müssen und die bisherige Erfolgsgeschichte der Energiewende in Schleswig-Holstein gefährdet wird.
Deshalb kommt es nun darauf an, nach Wegen zu suchen, einen möglichst hohen Anteil dieser betroffenen Flächen weiter zu nutzen. Nur so können Akzeptanz der Anwohner und bestehende Infrastruktur wie Leitungen und Umspannwerke erhalten bleiben.
Die Landesregierung und alle Beteiligten sind nun gefordert, das Verfahren bis zur Gesetzeskraft der Regionalpläne zügig, unbürokratisch und zielgerichtet weiterzuführen. Gleichzeitig sollten die Kommunen alle vorbereitenden Schritte für eine Bauleitplanung unternehmen, um den Planern und Investoren die Umsetzung von Windkraftprojekten anschließend wieder zu ermöglichen.
Medieninformation der IHK Flensburg vom 6. Dezember 2016.